Di, 17. Oktober 2017

Intel-Forscher:

19.06.2016 09:00

Explosion neuer Technik-Lebensformen steht bevor

Was hat die Evolution des Lebens mit neuen Geräten zu tun? Geht es nach dem Intel-Wissenschaftler Achin Bhowmik mit Fachgebiet Maschinensicht, dann eine ganze Menge: Ebenso wie neue Spezies entstanden, als die Evolution vor Millionen von Jahren Augen hervorbrachte, werden in den nächsten Jahren viele neue Gerätekategorien entstehen. Herzstück dieser Entwicklung sind Systeme, mit denen Maschinen sehen wie Menschen.

Intels RealSense-Kamera oder die Tiefenkamera im ersten "Tango"-Smartphone, dem Lenovo Phab 2 Pro, sind für Bhowmik der Katalysator für diese Entwicklung. Er zieht Parallelen zur "kambrischen Explosion", einer Epoche vor 540 Millionen Jahren, während der die ersten Lebensformen Augen entwickelten.

Es kam in Folge zu einem Wettrüsten der Evolution und zu einer Explosion der Artenvielfalt. Systeme für Maschinensicht wie RealSense oder Tango könnten in der Technologie einen ähnlichen Effekt haben.

Drohnen und Roboter lernen Sehen
Die Vorboten sind schon da: Autonome Drohnen werden getestet und könnten in den nächsten Jahren - etwa als fliegende Paketboten - den Himmel erobern. Robo-Butler, die in Hotels selbstständig Dinge ausliefern und sogar den Fahrstuhl bedienen, gibt es schon.

Und auch Assistenzroboter wie der Asus Zenbo, der erst vor wenigen Wochen auf der IT-Messe Computex enthüllt wurde, scharren in den Startlöchern. Was sie alles können sollen, zeigt Asus in diesem Video:

Neue Gaming- und Virtual-Reality-Möglichkeiten
Tiefenkameras wie RealSense sind aber nicht nur für Roboter und Fluggeräte interessant. Sie könnten auch die Art verändern, wie wir Menschen mit Computern umgehen. Mit ihren 3D-Scanfunktionen können sie uns etwa beim Computerspielen als virtuelles Abbild digitalisieren.

Kombiniert man Tiefenkameras mit Virtual-Reality-Brillen, erhält man die Fähigkeit, die reale Umgebung in die digitale Welt einzubauen und die Position des VR-Nutzers ohne zusätzliche Hardware zu ermitteln. Ein Smartphone mit RealSense-Kamera an der Rückseite vor den Kopf geschnallt, und man hätte erweiterte Realität mit der Möglichkeit, das reale Bild mit digitalen Zusatzinformationen zu überlagern.

Die Hardware ist da, die Software kommt erst
Bis solche Angebote tatsächlich beim Endkunden eintreffen, wird es allerdings wohl noch eine Weile dauern. Die nötige Hardware gibt es zwar bereits, noch mangelt es aber an Software, welche die neuen Möglichkeiten sehender Computer auch nutzt. Von der Qualität dieser Programme wird abhängen, ob Maschinensicht für den Endkunden eine Spielerei bleibt oder den Massenmarkt erobert.

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