Sa, 21. Oktober 2017

"Krone"-Ombudsfrau

17.06.2016 18:00

Das lange Warten auf einen Termin beim Facharzt

Es heißt, man soll die Spitals-Ambulanzen entlasten und niedergelassene Ärzte aufsuchen. Doch wer das tut, muss oft absurd lange auf einen Termin warten. Das gilt besonders für ländliche Gegenden und Spezialuntersuchungen. 19 (!) Institute musste eine schwerkranke Wienerin anrufen, bis ein Platz für sie frei war. Einer Leserin aus Kärnten erklärte man gar, frühestens in einem Jahr sei ein Termin zu haben...

Gertrude M. aus Kärnten leidet seit einem Jahr an einer Thrombose im Auge. Sie sollte daher regelmäßig zu einer Kontrolle beim Augenarzt gehen. Beim letzten Versuch, einen Termin zu bekommt, erlebte sie eine bittere Enttäuschung: "Die Assistentin sagte mir, 2016 gibt es keinen einzigen freien Termin mehr. Ich solle im Herbst wieder anrufen, dann bekomme ich wahrscheinlich etwas für April oder Mai 2017. Das ist doch nicht normal!"

Viele Patienten haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Aber nicht nur Facharzttermine sind Mangelware. Ebenfalls bei Spezialuntersuchungen heißt es oft: "Bitte warten". Auch wenn es dringend ist. Wie im Fall von Hermine N. aus Wien. Sie musste sage und schreibe 19 Röntgeninstitute anrufen, bis sie einen kurzfristigen Termin aufgrund einer bevorstehenden Brustkrebsoperation zugesagt bekam. "Meine Tante hätte überall monatelang warten müssen. Und das mit einem bösartigen Tumor in der Brust", schilderte uns die Nichte der 72-jährigen fassungslos.

Auf der einen Seite will man die überfüllten Ambulanzen entlasten. Auf der anderen Seite wird das ohne mehr niedergelassene Ärzte mit Kassenverträgen schwer möglich sein. Oder?

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