Mi, 13. Dezember 2017

Tierschützer-Kritik

17.06.2016 10:02

Fasanküken schlüpfen in Brütereien für die Jagd

An die 100.000 Fasane werden jedes Jahr in Massentierhaltungen gezüchtet, um in österreichischen Jagdrevieren für den Abschuss ausgesetzt zu werden. Über 70 Prozent der Bevölkerung in Österreich möchten, dass diese Praxis verboten wird. Tatsächlich gibt es nun in sämtlichen Bundesländern Bestrebungen, das Aussetzen von Zuchtfasanen einzudämmen.

Angeblich soll es nur mehr zur Bestandsstützung erlaubt sein. Die Fasane in den Massentierhaltungen und Brütereien schlüpfen in diesen Wochen und werden in geschlossene Verschläge gesteckt. Der VGT präsentiert aktuelle Bilder aus einer solchen Brüterei, die in österreichische Jagdreviere liefert. Man sieht ganz junge Küken in großen Zahl eng zusammengedrängt, darunter bereits viele Tote, die an den Haltungsbedingungen gestorben sind.

"Tiere sind teilweise reines Kanonenfutter"
Wenn ein Jagdgesetz das Aussetzen von Fasanen nur zur Bestandsstützung erlauben will, dann dürften die Tiere allerdings nicht im selben Jahr wieder abgeschossen werden, denn Fasanhähne sind erst ab März des Folgejahres geschlechtsreif. Wenn also männliche Fasane ausgesetzt und im Herbst bereits geschossen werden, dann können sie nichts zur Populationserhaltung beigetragen haben. "Sie waren dann reines Kanonenfutter - etwas, was die Landesregierungen nicht mehr erlauben wollen", so der VGT in einer Aussendung.

Tierschützer fordern daher ein Verbot der Bejagung von Fasanen in einem Revier, wo im selben Jahr oder dem davor Tiere ausgesetzt wurden.

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