Sa, 18. November 2017

Vor RUS-Entscheidung

16.06.2016 18:52

Isinbajewa verlangt: „Lasst mich in Rio antreten“

Stabhochsprung-Olympiasiegerin und -Weltrekordlerin Jelena Isinbajewa hat via Gastbeitrag in der "New York Times" verlangt, bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro dabei zu sein. "Lasst mich in Rio antreten", schrieb die Russin, der abhängig vom Urteil des Leichtathletik-Weltverbandes am Freitag in Wien in der Russland-Frage der Brasilien-Bann droht.

Es wären ihre fünften und letzten Olympischen Spiele, schrieb Isinbajewa, und es könne sein, dass sich der Traum der Teilnahme nicht erfüllen werde. "Wenn die Sperre aufrecht bleibt, werden diejenigen von uns, die noch nie verbotene Substanzen genommen haben, für das Verhalten anderer bestraft", heißt es in dem Beitrag.

Sie unterstütze voll und ganz den Kampf gegen Betrüger, diese müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Denn die verwerflichen Handlungen dieser Personen hätten sie in die Lage gebracht, nun um ihr Recht kämpfen zu müssen, an Wettkämpfen teilzunehmen.

"Ich verstehe, dass die IAAF starke Maßnahmen ergreifen muss, um Doping auszurotten. Aber ich glaube nicht, dass es fair ist, mir und anderen sauberen russischen Athleten zu verbieten, Wettkämpfe zu bestreiten. Athleten, die immer wieder bewiesen haben, dass sie unschuldig sind und nicht betrügen." Sie sei in den vergangenen zwanzig Jahren auf der ganzen Welt getestet worden, und sei bei keinem Dopingtest durchgefallen.

Zu einem etwaigen Antreten unter Olympischer Flagge meinte Isinbajewa. "Das scheint mir keine echte Möglichkeit. Wenn ich teilnehme, dann als Russin. Wenn das ganze Team suspendiert wird, dann werde ich das auch sein."

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