Di, 17. Oktober 2017

Tierische Freude

15.06.2016 09:17

Zahlreicher Nachwuchs im Alpenzoo Innsbruck

Der Innsbrucker Alpenzoo freut sich über seine neuen Bewohner. Auch ganz seltener Nachwuchs ist dabei: Die Elchkuh "Nila" schenkte kürzlich gesunden Zwillingen das Leben.

Gemeinsam mit ihrem Nachwuchs genießt die drei Jahre alte Elchmama "Nila" einen Mittagsschlaf in der spärlichen Sonne. Eines ihrer knapp vier Wochen alten Kinder liegt eng an ihren Körper gekuschelt auf der Wiese, während das andere etwas abseits entspannt. In jenem Moment, als die Elchfamilie unseren Besuch wahrnimmt, richtet sie sich unverzüglich auf. Sofort stürmen die Kleinen auf die Zitzen ihrer Mutter zu, um sich nach einem ausgiebigen Schläfchen zu stärken.

Elchnachwuchs als Sensation im Alpenzoo
"Ungewöhnlich ist es nicht, dass eine Elchkuh Zwillinge zur Welt bringt", erklärt Dirk Ullrich, zoologischer Kurator des Innsbrucker Alpenzoos. Wichtig ist nach einer Zwillingsgeburt, dass die Mutter ausreichend gutes Futter zur Verfügung hat, damit sie Milch für beide Kälber hat. Dennoch ist der Elchnachwuchs eine Sensation im Alpenzoo. "Elche reagieren empfindlich auf Bakterien und Parasiten. Daher müssen wir besonders auf unsere Tiere aufpassen und freuen uns umso mehr über gesunden Nachwuchs", erklärt Ullrich.

Gerade Tetanuserreger, die im Boden lauern, können für die Tiere zum Verhängnis werden. Das Immunsystem der Tiere, die ursprünglich aus Schweden stammen, kann auf die Erreger meist nicht angemessen reagieren. Dass sich aber die tatkräftigen Pfleger gut um ihre tierischen Schützlinge kümmern, scheint sich im Verhalten der Tiere widerzuspiegeln. "Normalerweise sind Muttertiere vor der ersten Geburt sehr nervös. Nila zeigte sich vor der Geburt ausgesprochen ruhig", erklärt der zoologische Kurator.

Natürliche Geburt der Zwillinge
"Die Geburt der Zwillinge dauerte etwa einen Tag lang und erfolgte auf ganz natürliche Art und Weise", erklärt Tierpfleger Rainer Mair. Die Freude ist groß: Nila hat einem Mädchen und einem Buben das Leben geschenkt.

Zahlreicher Nachwuchs
Begeistert berichtet Pfleger Mair nicht nur über den Elchnachwuchs, sondern auch über andere Neugeborene: "Seit Sonntag dürfen wir ein Steinkitz-Junges im Zoo begrüßen. Bald sollte es nochmals Nachwuchs bei den Gämsen geben und auch die Wildschweine erwarten wahrscheinlich bald Kleine." Während er von den anderen Zoobewohnern erzählt, erobert die Elchfamilie die Aufmerksamkeit zurück, indem sie sich immer dichter an den Holzzaun zu ihren Besuchern wagt. Lediglich der Vater fehlt. "Der sechs Jahre alte 'Herwig' befindet sich im Gehege nebenan, weil eine Elchkuh ihre Kinder rigoros verteidigt, auch gegen Artgenossen", erklärt Zoodirektor Michael Martys.

Scheuer Vogelnachwuchs
Wesentlich verhaltener und scheuer zeigt sich der Nachwuchs der Zwergtaucher, der aber auch allen Grund zur Freude ist. "Dies ist eine Vogelart, die nicht jeder Zoo beheimatet. Es ist das erste Mal, dass es bei uns Zwergtauchernachwuchs gibt. Wir dürfen uns über gleich zwei Jungtiere freuen", erklärt Ullrich. Die rundlichen und äußerst flauschigen Vögel sind bekannt für ihre versteckte Lebensweise und ihren schnellen Flug über dem Wasser.

Im Zoo verstecken sich die Küken noch scheu unter der Federnpracht der Mutter und erlauben neugierigen Besuchern nur verstohlene Blicke. Lange wird es aber nicht dauern, bis die Kücken beginnen, die Welt zu erkunden. Vorerst noch versteckt hält sich der Nachwuchs des Weidenhopfes und des Eisvogels.

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