So, 19. November 2017

Ziehen nach Wien

11.06.2016 14:00

Asyl-Übersiedlungswelle auch aus Niederösterreich

Bleibt Wien dabei, weiterhin monatlich 837,76 Euro Mindestsicherung an Flüchtlinge auszuzahlen, ist auch eine Asyl-Übersiedlungswelle aus Niederösterreich fix: Die niederösterreichische Landesregierung will nämlich die Sozialhilfe pro Familie auf 1500 Euro deckeln - was Rot-Grün in Wien ablehnt. Die ÖVP warnt vor "größeren Problemen".

Ab 1. Juli - also schon in wenigen Tagen - wird die erste große Zuwanderungswelle an Flüchtlingen nach Wien erwartet: Die Kürzung der Mindestsicherung für Asylberechtigte von 914 auf 365 Euro tritt in Oberösterreich in Kraft (wir berichteten).

Asylberechtigte gar nicht im Meldewesen erfasst
Einige Tausend Flüchtlinge werden nach Wien umziehen, wo sie weiterhin 837,76 Euro erhalten. Wie viele genau kommen, kann niemand sagen - die Asylberechtigten sind im Meldewesen gar nicht erfasst, die oft geforderte Residenzpflicht ist daher also verwaltungstechnisch undurchsetzbar.

"Aber der Zustrom von Asylwerbern in die Bundeshauptstadt wird noch mehr zunehmen", sieht ÖVP-Chef Gernot Blümel noch ein "größeres Problem für Wiens Steuerzahler": Sobald in Niederösterreich die Deckelung der Mindestsicherung für Flüchtlingsfamilien auf 1500 Euro gilt, werden nochmals Tausende Asylberechtigte nach Wien ziehen, denn hier kommt etwa eine fünfköpfige Familie weiterhin auf 1935,24 Euro im Monat. Aber bereits im Vorjahr summierten sich die Kosten für die Mindestsicherung in Wien auf 544 Millionen Euro.

Afghanische Großfamilie kassiert 5700 Euro
Erst im April hatte der Fall einer in Wien ansässigen afghanischen Großfamilie für Aufregung gesorgt, die ohne lange Wartezeiten zu einer Gemeindewohnung kam und noch dazu rund 5700 Euro an Mindestsicherung und Beihilfen kassiert. Das Paar will per künstlicher Befruchtung ein zehntes Kind bekommen.

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