Di, 17. Oktober 2017

Periodensystem

10.06.2016 12:40

Vier neue chemische Elemente erhalten Namen

Vier neue chemische Elemente des Periodensystems haben vorläufige Namen und Abkürzungen erhalten. Drei der Neuzugänge sind nach ihrem Entdeckungsort benannt: Nihonium (Nh) für Japan (japanisch: Nihon), Moscovium (Mc) für Moskau und Tennessine (Ts) für den US-Staat Tennessee. Mit dem vierten Elementnamen Oganesson (Og) wird der russische Kernforscher Yuri Oganessian geehrt.

Die von der International Union of Pure and Applied Chemistry (IUPAC) verkündeten Namensvorschläge müssen allerdings noch eine fünfmonatige Probezeit bestehen. Bis zum 8. November 2016 können mögliche Einwände vorgebracht werden. Gibt es bis dahin keinen Widerspruch, bekommen die Namen ihre offizielle Gültigkeit.

Die IUPAC hatte die vier superschweren Elemente mit den Ordnungszahlen 113 (Uut), 115 (Uup), 117 (Uus) und 118 (Uuo) Anfang dieses Jahres anerkannt. Seither vervollständigen die Neuzugänge die siebente Reihe des Periodensystems, in der auch Radium und das nach dem deutschen Darmstadt benannte Darmstadtium stehen. Die neuen Elemente, die nur für Sekundenbruchteile existieren, bevor sie wieder zerfallen, trugen bis dato nur vorläufige Platzhalternamen, die eine lateinische Beschreibung ihrer Ordungszahl sind - also Ununtrium (Uut), Ununpentium (Uup), Ununseptium (Uus) und Ununoctium (Uuo).

Namensgebung von IUPAC geregelt
Die IUPAC-Regeln sehen vor, dass die Namen neuer Element nach einer Eigenschaft, einem Forscher, einem Mineral, einem Ort oder Land sowie einer mythologischen Gestalt benannt werden dürfen. So ist beispielsweise das von Marie Curie entdeckte Element Polonium zu Ehren der Nobelpreis-Trägerin nach deren Heimat Polen benannt.

Die Ordnungszahl (auch als Ladungszahl bezeichnet, Anm.) gibt auf der Periodentafel die Anzahl der Protonen im Atomkern eines chemischen Elementes an. Sie ist gleichwertig mit dem Namen des Elements, d. h., alle Atome mit identer Ordnungszahl gehören zum selben Element. In den vergangenen 250 Jahren wurden dem Periodensystem immer wieder neue Elemente hinzugefügt, im Schnitt rund alle zweieinhalb Jahre eines.

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