Di, 21. November 2017

Finanzielle Probleme

10.06.2016 09:45

Bargeld geht aus: „IS getroffen, wo es wehtut“

Nach Einschätzung der US-Regierung hat internationaler Druck den finanziellen Spielraum der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat deutlich eingeschränkt. "Der IS hat Mühe, seine Kämpfer zu bezahlen, und einige Kämpfer haben das Schlachtfeld bereits verlassen, weil ihr Sold gekürzt oder verzögert wurde", sagt Daniel Glaser, Abteilungsleiter des Bereichs Terrorfinanzierung im US-Finanzministerium.

Die internationalen Maßnahmen träfen den IS "da, wo es wehtut", erklärte Glaser am Donnerstag vor einem Ausschuss des US-Kongresses in Washington. "Der IS braucht wie jede andere Terrororganisation auch Geld zum Überleben."

Gezielte Bombenangriffe auf Geldlager und Öltransporte
Der Ministerialbeamte berichtete von gezielten Bombenangriffen auf Geldlager und Öltransporte der Dschihadisten. Die Miliz sei aus dem internationalen Zahlungsverkehr ausgeschlossen worden, zudem seien die Überweisungen der irakischen Regierung in Gebiete unter IS-Kontrolle gestoppt worden.

Schon im Jänner hatten Aktivisten der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtetet, dass der IS-Terrormiliz das Bargeld auszugehen scheint und sie daher den monatlichen Sold ihrer Kämpfer im Irak und in Syrien halbiert habe.

US-Erfolge auch im Kampf gegen Al-Kaida und Hisbollah
Glaser sprach in der Anhörung auch von Erfolgen bei Maßnahmen gegen die Finanzierung des Terrornetzwerks Al-Kaida und der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah. Die US-Regierung ziele darauf ab, solchen Organisationen den finanziellen Nachschub abzuschnüren und den Transfer von Finanzmitteln zu erschweren.

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