Fr, 24. November 2017

Zu viel Alkohol?

08.06.2016 14:08

Drei Briten erfanden „Hangover“ in Syrien

Drei britische Club-Animateure hatten offenbar Sehnsucht nach ihrem ganz persönlichen, filmreifen "Hangover"-Erlebnis: Daher behaupteten sie, noch benommen von einer Partynacht auf Zypern, auf einer vermeintlichen "Dolphin Watching"-Tour in Syrien gestrandet zu sein. Die Lüge hielt aber nicht lange: Kurz nachdem britische Medien die Geschichte aufgriffen, schaltete sich das britische Außenministerium ein - und bald war klar, dass die drei Männer nie in dem kriegsgebeutelten Land gewesen waren.

Es hatte alles nach einer sehr abenteuerlichen Story geklungen: Lewis Ellis (25), Alex McCormick (19) und James Wallman (23) hatten behauptet, sie wären nach einer feuchtfröhlichen Nacht im zypriotischen Agia Napa zu einer Delfintour aufgebrochen. "Der letzte Club hat um 7.30 Uhr zugesperrt und um 9 Uhr sind wir dann auf das Boot gestiegen", sagte Ellis dem Nachrichtenportal news.com.au.

Kurze Zeit später seien sie in Syrien gestrandet, wie die Briten behaupteten, und zwar in der Hafenstadt Tartus. Auf Facebook posteten sie dazu Snapchat-Bilder. Tartus liegt unweit der kriegsgebeutelten Stadt Homs. Die Hafenstadt befindet sich derzeit zwar unter der Kontrolle des Assad-Regimes, allerdings kommt es in der Region immer wieder zu Gefechten zwischen der Armee, den Rebellen und den IS-Milizen.

"Haben die Welt an der Nase herumgeführt"
Die Männer behaupteten, man hätte sie auf eine russische Marinebasis gebracht. Kurze Zeit später schaltete sich daher das britische Außenministerium ein und erkundigte sich nach dem Verbleib der vermeintlichen "Abenteurer". Fazit: Die Reise der drei jungen Männer war wohl ein Produkt des nächtlichen Rausches. Lewis Ellis gab mittlerweile via Facebook zu: "Ja, wir haben die Welt an der Nase herumgeführt."

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