Mi, 18. Oktober 2017

"Schlimme Maßnahme"

08.06.2016 09:59

Kritik an Jagd auf 2000 Nilpferde in Sambia

Eine Tierschutzorganisation hat Sambias Freigabe von 2000 Nilpferden zur Tötung harsch kritisiert. Die Jagd auf die Tiere habe nach Angaben der Born Free Foundation vor wenigen Tagen begonnen. Das südafrikanische Land wolle mit der Tötung von jeweils 400 Tieren in den nächsten fünf Jahren der Verbreitung des Milzbrand-Erregers im Luangwa-Flusstal vorbeugen.

Es gäbe jedoch "viele offene Fragen zu dieser abscheulichen Maßnahme", sagte der Vorsitzende der Organisation, Will Travers. Er stellte das Erlegen der Tiere als effektive Methode zur Kontrolle der Milzbrand-Sporen infrage und kritisierte die Profiteure. Das südafrikanische Reiseunternehmen De Marillac Safaris bewerbe die "Hippo-Jagd" bereits bei Kunden. Das Unternehmen war zunächst für keine Stellungnahme erreichbar.

Milzbrand-Erreger auf den Menschen übertragbar
Die Weltnaturschutzunion (IUCN) beziffert Sambias Nilpferd-Population auf rund 40.000 Tiere. Weltweit gebe es nach Schätzungen der Organisation weniger als 150.000 Flusspferde. Der Milzbrand-Erreger kann durch den Verzehr von rohem oder nicht durchgekochtem Fleisch auf Menschen übertragen werden. Es war in der Vergangenheit immer wieder zu Ausbrüchen der Krankheit unter den Tieren gekommen. Im Luangwa-Flusstal starben nach Regierungsangaben 1987 tausende Nilpferde an der Krankheit.

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