Di, 21. November 2017

Am 8. Juni

08.06.2016 09:45

Heute ist Welt-Ozean-Tag: Meere ertrinken im Müll

Im Laufe der nächsten zwei Wochen steht in New York, in Wädenswil und auf den Weltmeeren die tödliche Plastikflut im Fokus. Die Vereinten Nationen rufen den 8. Juni als "World Oceans Day" aus. In der Folgewoche, vom 13. bis 17. Juni, drehen sich die Verhandlungen im UNO-Gebäude um das Thema Meeresverschmutzung durch Makro- und Mikroplastik.

Die Meeresschutzorganisation OceanCare in Wädenswil, seit 2011 als Sonderberaterin in Sachen Meeresschutz an der UNO vertreten, nimmt den Welttag der Meere und den Schwerpunkt "Gesunde Meere, gesunder Planet" zum Anlass, einmal mehr auf eine Gefahr hinzuweisen, die wir Menschen verursacht haben und die wir nur gemeinsam in den Griff bekommen können. "Wir müssen auf allen Ebenen - vom einzelnen Haushalt bis hin zum UN-Gremium - Verantwortung wahrnehmen, die nötigen Beschlüsse fassen und entsprechend handeln", so Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare.

Neun Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer
Angesichts der gigantischen Vermüllung der Weltmeere ist der Kampf gegen die Verseuchung der Ozeane durch Makro- und Mikro-Plastik das Gebot der letzten Minute:

  • Jährlich gelangen durchschnittlich neun Millionen Tonnen Plastikabfälle in die Weltmeere.
  • Die Zahl der Delfine und Wale, der Robben und Schildkröten und sogar Eisbären, die dem Müll-Skandal zum Opfer fallen, geht in die Hunderttausende; jene der verendeten Seevögel in die Millionen.
  • Wenn der Trend ungebremst anhält, wird bis zum Jahr 2050 das Gewicht des Plastikmülls, der im Meer treibt, jenes der Fische übersteigen, die darin leben.

Die wichtigsten Massnahmen laut OceanCare:

  • Die einzelnen Staaten müssen konkrete Beschlüsse fassen, um die Plastikmüll-Entsorgung zu regulieren.
  • Mikro- und Nano-Plastikpartikel in Kosmetikprodukten müssen umgehend verboten werden.
  • Plastikmaterialien sollen nach ihrer Gefährlichkeit klassifiziert werden. Die Produktion besonders giftiger Materialien muss verboten, der Handel damit eingestellt werden.
  • Die Abschöpfung treibender Plastikabfälle im Meer darf Kleinstorganismen als Basis der marinen Nahrungskette nicht gefährden.

Jeder von uns kann einen Beitrag leisten
Auch als Konsument kann man einiges beitragen, zum Beispiel bei jedem Einkauf wiederverwendbare Taschen mitnehmen und auf Plastiksackerl verzichten, außerdem möglichst wenig in Plastik verpackte Lebensmittel kaufen und Einweggeschirr meiden. Plastik sollte getrennt entsorgt und der Wiederverwertung zugeführt, Plastikabfälle eingesammelt und sachgerecht entsorgt werden.

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