Mo, 18. Dezember 2017

Familiennachzug

08.06.2016 08:01

D: Syrer könnten 500.000 Angehörige nachholen

Laut einer Prognose des deutschen Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) muss Deutschland aufgrund des Familiennachzugs mit Hunderttausenden weiteren Flüchtlingen rechnen. Sie würden vor allem als Ehegatten, Kinder oder Eltern unbegleiteter Minderjähriger aus Syrien in die Bundesrepublik kommen, heißt es in einem Dokument der Behörde, das der "Süddeutschen Zeitung" vorliegt.

Wenn man Faktoren wie Alter, Kinderzahl und bereits mitgereiste Angehörige berücksichtige, sei damit zu rechnen, dass im Durchschnitt für jeden anerkannten syrischen Flüchtling ein Angehöriger dazukommen werde. Diese Entwicklung werde sich freilich über viele Monate hinziehen.

Laut Ankunftsstatistik des BAMF kamen im Vorjahr etwa 428.000 Syrer nach Deutschland. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres waren es knapp 72.000. Entsprechend muss mit bis zu 500.000 Flüchtlingen zusätzlich gerechnet werden, schreibt das Blatt in seiner Mittwochausgabe.

Experten erwarten keine Vervielfachung
Die BAMF-Experten widersprechen laut "SZ" zugleich jenen Prognosen, die in den vergangenen Monaten schon eine Verdrei- oder Vervierfachung der Flüchtlingszahl durch den Familiennachzug vorausgesagt hatten. Dennoch machten auch sie deutlich, dass auf die Sozialkassen zusätzliche Aufgaben zukämen. Allerdings verwiesen die Autoren darauf, dass die Wirkung durch eine "erhebliche zeitliche Verzögerung beim Familiennachzug" nur schrittweise eintreten werde.

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