Di, 24. Oktober 2017

Besitzer behauptet:

07.06.2016 13:47

Tesla Model X raste von ganz alleine gegen Wand

Wie selbstständig können autonome Autos sein? Diese Frage stellt sich aktuell auch Puzant Ozbag aus den USA. Denn sein nur wenige Tage alter Tesla Model X soll ohne Zutun seiner Frau, die zu dieser Zeit am Steuer saß, beschleunigt haben und in weiterer Folge gegen eine Wand gerast sein.

Wie Ozbag aus dem kalifornischen Irvine im offiziellen Forumdes Autoherstellers schildert, hatte sein gerade einmal fünf Tage alter Tesla Model X plötzlich auf "maximale Geschwindigkeit" beschleunigt, einen Randstein überfahren und sich direkt gegen die Außenfassade eines Shopping-Centers gesetzt. Seine Frau, die zu diesem Zeitpunkt hinter dem Steuer saß, erlitt durch den Aufprall leichte Verbrennungen am Arm, hervorgerufen vermutlich durch die Airbags, die bei der Kollision auslösten.

Frau fährt sei 30 Jahren unfallfrei
Dass seine Frau den Unfall verursacht haben könnte, schließt Ozbag gegenüber der Website "Computerworld" kategorisch aus: "Meine Frau ist 45 Jahre alt und fährt seit fast 30 Jahren unfallfrei. Sie ist keine 90-Jährige, die statt der Bremse versehentlich das Gas-Pedal erwischt", so der verärgerte Tesla-Besitzer. Auch mit der Umgebung sei sie bestens vertraut gewesen: "Sie war schon über eine Million Mal im Einkaufszentrum. Es ist nur ein paar Kilometer von unserem Haus entfernt."

Bliebe als mögliche Fehlerquelle nur noch der Autopilot, der beispielsweise automatisch die Spur hält oder wechselt und auch automatisch bremst. Laut Ozbags Frau sei dieser jedoch nicht aktiviert gewesen. Hat sich das smarte Auto also verselbstständigt? Tesla hat den Vorfall noch nicht kommentiert. Das Unternehmen werte noch die Telemetrie-Daten des Fahrzeugs aus, hieß es.

Kein Einzelfall
Erst im Mai war es allerdings im US-Staat Utah zu einem ähnlichen Vorfall gekommen: Nur wenige Minuten nachdem er ihn für einen Einkauf geparkt hatte, hatte sich Jared Overtons Tesla Model S selbstständig gestartet und einen Lkw gerammt. Tesla hatte damals nach Auswertung der Daten die sogenannte "Summon"-Funktion, über die Nutzer ihr Auto herbeirufen können, für den Unfall verantwortlich gemacht. Overton bestreitet jedoch, diese aktiviert zu haben.

Glück im Unglück
Ozbag fordert indes Konsequenzen: "Das ist ein großes Problem. Tesla sollte aufhören, Fahrzeuge auszuliefern, und die Ursache dieses ernsthaften Unfalls untersuchen", schreibt er im Tesla-Forum. Denn: Wären die Reifen seines Autos nicht leicht nach links eingedreht gewesen, wäre das Auto nicht gegen die Wand, sondern geradeaus in einen Kosmetiksalon gefahren, wo es dann möglicherweise andere Menschen verletzt oder gar getötet hätte.

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