Mi, 22. November 2017

Nach 5 Jahren Flug

19.06.2016 08:01

NASA-Sonde „Juno“ erreicht Anfang Juli Jupiter

Der Gasriese Jupiter erhält in Kürze Besuch von der Erde: Klappt alles wie geplant, dann soll die am 5. August 2011 gestartete NASA-Sonde "Juno" am 5. Juli (MESZ) in eine Umlaufbahn um den größten Planeten unseres Sonnensystems einschwenken, um ihn anschließend ein Jahr lang eingehend zu erforschen.

Nach ihrer Ankunft soll "Juno" in einen stark elliptischen Orbit mit einer Umlaufzeit von elf Tagen einschwenken, der über die Pole von Jupiter führt. Mindestens ein Jahr lang - so der Plan - wird das solarbetriebene Raumfahrzeug den Gasriesen umkreisen und sich dabei seinen äußersten Wolken bis auf 5000 Kilometer nähern. Nach Ende der Mission wollen die Forscher die Sonde gezielt in den Planeten abstürzen lassen.

"Juno" soll hauptsächlich den Wassergehalt in der Atmosphäre des Jupiters erkunden und zudem herausfinden, ob der riesige Planet auch einen festen Kern hat. Außerdem hat der Orbiter die Aufgabe, das Magnetfeld nahe der Pole des Gasriesen zu erforschen. Von der 1,1 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 770 Millionen Euro) teuren Mission erhofft sich die US-Raumfahrtbehörde NASA neue Aufschlüsse über die Entstehung unseres Sonnensystems.

Größter Planet unseres Sonnensystems
Jupiter ist mit einem Durchmesser von rund 143.000 Kilometern nicht nur der größte Planet, er hat auch mehr als doppelt so viel Masse wie die restlichen sieben Planeten unseres Sonnensystems zusammen. Weil er sich als erster Trabant nach der Entstehung der Sonne formte, verleibte er sich auch den größten Teil an Staub und Gasen - vor allem Wasserstoff und Helium - ein. Das, so Experten der NASA, macht ihn für die Forschung besonders interessant.

Der Gasriese Jupiter hat bereits mehrfach Besuch von der Erde erhalten. Unter anderem sammelten "Pioneer 10" (1973) sowie die Sonden "Voyager 1" und "Voyager 2" (1979) während ihres Vorbeiflugs Daten von dem Planeten. Die deutsch-amerikanische Weltraumsonde "Galileo" flog um den Planeten herum, stürzte 2003 wie geplant in dessen Atmosphäre und verglühte dort. Dieses Schicksal wird auch "Juno" ereilen.

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