Di, 12. Dezember 2017

Küken gerettet

05.06.2016 19:39

Betrunkener Steirer erschießt brütenden Storch

Kaum in Worte zu fassen ist das, was ein 42-Jähriger am Samstagabend im steirischen Niklasdorf getan hat: Der Betrunkene schoss mit einem Luftdruckgewehr völlig grundlos von seinem Garten aus auf ein brütendes Storchenpaar auf einem Bauernhaus. Das Männchen erlag kurz vor der Tierklinik seinen schweren Verletzungen.

Der 42-Jährige war betrunken und wusste offenbar nichts Besseres zu tun, als mit einem Luftdruckgewehr auf die brütenden, streng geschützten Vögel zu ballern. Schießübungen habe er auf seinem Grundstück durchgeführt… Das Muttertier saß gerade auf seinen zwei frisch geschlüpften Küken und brütete ein weiteres Ei aus.

Storch "Hubsi" stand im Horst, der seit 2004 am Haus besteht - sein Todesurteil! Zweimal wurde er laut Tierärztin getroffen. Josefine Mühlbacher vom Projekt "Weißstorch in der Steiermark" wurde in der Früh von der Besitzerin des Bauernhauses zu Hilfe gerufen. Sie barg mit den Freiwilligen Feuerwehren Leoben und Niklasdorf die Küken und das Ei. Besonders tragisch: Störche bleiben ein Leben lang zusammen.

Küken werden alle zwei Stunden gefüttert
Alleine hätte sich das Muttertier nie um den neugeborenen Nachwuchs kümmern können. Daher wurde "Storchenvater" Helmut Rosenthaler informiert. Er kümmert sich um die Kleinen, muss sie alle zwei Stunden füttern. Das Ei hat er in die Brutmaschine gelegt, am Montag wird das Küken voraussichtlich schlüpfen.

Der 42-Jährige ist geständig, ein Motiv konnte er aber nicht angeben.

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