Fr, 24. November 2017

„Krone“-Ombudsfrau

03.06.2016 14:17

Acht Jahre lang bemerkte Post einen Fehler nicht

Acht Jahre lang hat Elfriede P. aus der Steiermark auf ihrem Postamt Geld an ihre Enkelkinder in Deutschland geschickt - per Wertbrief, wie man ihr dort geraten hat. Weil die letzte Sendung verschwunden ist, hat man nun herausgefunden, dass das Verschicken von Bargeld ins Ausland eigentlich gar nicht erlaubt ist...

Dreimal pro Jahr ist Elfriede P. zur Post gegangen, um Geld an die Enkelkinder zu schicken. Mit jedem Wertbrief hat sie 200 Euro versendet und dafür knapp sieben Euro Gebühr bezahlt - so wie es ihr von den Mitarbeitern geraten worden ist. Denn nur als Wertbrief wäre das Geld bei Verlust entsprechend versichert.

Die letzte Sendung im März ging aber verloren. Frau P. machte sich anfangs keine Sorgen, im Glauben die verschickten 200 Euro seien ja wertgesichert. Trotz mehrerer Urgenzen bekam sie aber keinen Ersatz und musste über mehrere Wochen warten. Erst dann flatterte ein Brief vom Post-Kundenservice ins Haus. Man teilte der erstaunten Kundin mit, dass Sendungen ins Ausland, die gültige Zahlungsmittel enthalten, von der Beförderung ausgeschlossen seien. Daher könne man lediglich das Beförderungsentgelt ersetzen.

"Ich sehe aber nicht ein, dass ich für den Schaden aufkommen soll, nur weil die Post ihre Mitarbeiter nicht richtig schult und mir in acht Jahren das niemand gesagt hat", wandte sich die Pensionistin an die Ombudsfrau. Auf unsere Anfrage hat sich die Post ausdrücklich dafür entschuldigt, dass offenbar ein Fehler bei der Annahme passiert ist. Ihre 200 Euro wird man Frau P. nun ausnahmsweise ersetzen. In Zukunft wird sie das Geld an die Enkelkinder wohl überweisen müssen.

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