Fr, 20. Oktober 2017

Neues Abwehrsystem

02.06.2016 16:23

„Drohnen-Killer“ sichert Flugplätze

Im Kampf gegen illegale Drohnen rüsten die Hersteller weiter auf: Ein neuer "Drohnen-Killer" (Video) aus Großbritannien soll die unbemannten Geräte in bis zu zehn Kilometern Entfernung aufspüren, gegebenenfalls ausschalten und so Flugplätze und andere schützenswerte Einrichtungen vor möglichen Anschlägen sichern.

Entwickelt wurde das AUDS (Anti-UAV Defence System) genannte Abwehrsystem von den Firmen Enterprise Control Systems, Blighter Surveillance Systems and Chess Dynamics. Erprobt werden soll es nun jedoch an ausgewählten Flughäfen in den USA. "Manchmal fliegen Menschen Drohnen auf unsichere Art und Weise", erläutert Marke Gibson von der dortigen Flugaufsichtsbehörde FAA gegenüber der "Daily Mail". "Regierung und Industrie tragen die gemeinsame Verantwortung, den Himmel sicher zu halten."

AUDS macht dafür von modernster Technik Gebrauch: In bis zu zehn Kilometern Entfernung erkennt das an Flugabwehrkanonen erinnernde System mittels Radar Drohnen und verfolgt diese per Infrarot-Kamera und Tracking-Software, um im Notfall die Kontrolle über die Fluggeräte zu übernehmen. Die Funkverbindung zwischen Drohne und Pilot bzw. dessen Fernsteuerung wird dafür mithilfe eines Störsignal unterbrochen, um die Drohne wahlweise sanft zu landen oder jäh zum (gezielten) Absturz zu bringen.

Der ganze Vorgang dauert im Schnitt nicht länger als acht bis 15 Sekunden - unabhängig von der aktuellen Wetterlage und ob es gerade Tag oder Nacht ist. Zum Einsatz kommen soll der "Drohnen-Killer" an Flughäfen, Atomkraftwerken, Ölraffinerien und anderen wichtigen Infrastruktureinrichtungen, in entlegenen Grenzgebieten sowie zum Schutz von politischen oder sportlichen Veranstaltungen im städtischen Bereich.

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