Do, 23. November 2017

21.000 Euro Schaden

01.06.2016 14:06

„Pinselbande“ nahm Rentner aus

Recht eigenwillig interpretiert haben sechs Ungarn die Volksweisheit, Handwerk habe goldenen Boden. In Haschendorf, Bezirk Wiener Neustadt, war die Ost-Partie offenbar nur auf schnelles Geld aus. Nach einem Billig-Angebot für Malerarbeiten nahmen die angeblichen Professionisten einem Pensionistenpaar viel Geld ab.

Für nur 540 Euro würden seine Landsleute den Fassaden-Anstrich erledigen. So hatte es ein Ungar als Chef einer vorgeblichen Handwerker-Partie aus dem Osten einem betagten Paar in Haschendorf versprochen. Dieses Angebot zu einem unschlagbar günstigen Preis wollten sich die Rentner nicht entgehen lassen - und schlugen begeistert ein.

Bereits am nächsten Tag schwangen vier ungarische Maler auf der Baustelle die Pinsel. "Tags darauf rückten sogar sechs Mann an, um den Auftrag zu Ende zu bringen", berichtet ein Polizist.

Die Freude der Hausbesitzer über die frisch gestrichenen Mauern zum Schnäppchenpreis hielt nicht lange an. Denn als es ans Kassieren ging, war von "superbillig" plötzlich keine Rede mehr. 21.000 Euro forderte der Partieführer von den beiden Rentnern. Und sogar beim Wucher vermittelte der Kriminelle den Opfern noch den Eindruck, es gut mit ihnen zu meinen: Wenn die Pensionisten nicht genug Bares parat hätten, könnten sie einen Teil des Betrages auch mit Schmuck begleichen, bot der betrügerische Handwerker an. Ein Ermittler: "Die Täter setzten die über 70-Jährigen dermaßen unter Druck, dass diese es mit der Angst zu tun bekamen." Das Paar kratzte so viel Geld wie möglich zusammen und übergab den Ungarn fast die gesamte geforderte Summe.

Zur Warnung: Unterwegs ist die "Pinselbande" mit einem blauen sowie einem orangen Klein-Lkw.

"Man sollte sich gerade bei Handwerksarbeiten keinesfalls auf Haustürgeschäfte einlassen", warnt Polizeisprecher Johann Baumschlager.

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