Fr, 15. Dezember 2017

Integral-Umfrage

01.06.2016 08:10

Fleisch aus artgemäßer Tierhaltung immer beliebter

Laut einer aktuellen Integral-Umfrage im Auftrag der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" legen 54 Prozent der Österreicher Wert auf Fleisch aus artgemäßer Tierhaltung. Gleichzeitig finden es jedoch 57 Prozent schwierig, das Tierwohl beim Einkauf zu berücksichtigen, da die Informationen ihrer Ansicht nach unzureichend oder unübersichtlich sind.

Tierschutzorganisationen haben in den vergangenen Jahren immer wieder eine bessere Kennzeichnung bei tierischen Produkten gefordert. Bei Fleisch sollte vor allem nicht nur die Herkunft, sondern auch die Haltungsform deklariert werden, so die "Vier Pfoten".

"Bedarf ist eindeutig vorhanden"
"Wir freuen uns, dass der österreichischen Bevölkerung das Tierwohl wichtig ist", so Indra Kley, Leiterin des Österreich-Büros der Organisation. "Und wir sehen uns bestätigt in unserer Forderung nach einer besseren Kennzeichnung. 53 Prozent der Befragten gaben in der Umfrage an, die Produktbeschreibung und Zutatenliste beim Einkauf zu studieren, um Tierwohl zu berücksichtigen. Der Bedarf ist also eindeutig vorhanden."

Konsument wird unzureichend informiert
Die seit 1. April 2015 geltende Kennzeichnungsverordnung der EU für Fleisch sei ein wichtiger erster Schritt in die richtige Richtung gewesen, so die "Vier Pfoten". Dennoch ist sie für die Tierschutzorganisation völlig unzureichend. Denn wichtige Informationen würden den Konsumenten nach wie vor vorenthalten, da die Herkunft von Fleisch in der Gastronomie, von mariniertem und verarbeitetem Fleisch sowie von offenem Fleisch an der Theke nicht deklariert werden muss.

Fleisch-Kennzeichnung bald wie beim Ei?
Laut "Vier Pfoten" sollten konsequenterweise außerdem die unterschiedlichen Haltungsformen gekennzeichnet werden. Indra Kley: "Die Integral-Umfrage zeigt uns, dass die Verbraucher mehr Transparenz wollen. Ein ethisch bewusster Konsument möchte wissen, wie das Tier gelebt hat." Ein Beispiel für eine gelungene Kennzeichnung ist für sie das Schalenei: "Hier kann der Konsument über die Ziffern 0-3 neben dem Herkunftsland auch die Haltungsart wählen. Warum sollte das nicht beim Fleisch funktionieren?"

16 Prozent essen wenig oder gar kein Fleisch
Die Integral-Umfrage zeigte außerdem, dass sich der Fleischkonsum in Österreich in den letzten fünf Jahren verändert hat. Die Hälfte der Österreicher (49 Prozent) gab an, nun mindestens ein Mal in der Woche bewusst auf Fleisch zu verzichten. 16 Prozent gaben an, wenig oder gar kein Fleisch zu essen. Lediglich 18 Prozent essen nach eigenen Angaben weiterhin gerne und häufig Fleisch.

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