Mi, 22. November 2017

Chaos in Frankreich

31.05.2016 17:34

EURO 2016: Proteste lassen Gastgeber zittern

Streik, Proteste und Security. An diesen drei Themen kommt in Frankreich keiner vorbei. Am 10. Juli beginnt das Fußball-Spektakel, doch an Tore, Siege und Titel denkt momentan kaum jemand in der "Grande Nation". Die Proteste gegen die französische Arbeitsmarktreform eskalieren. Nach der Ölversorgung ist nun auch der Atomstrom in Gefahr, Piloten wollen während der EURO ihre Arbeit einstellen, in Paris droht ein Streik der Mitarbeiter der öffentlichen Verkehrsbetriebe. Benzin wird knapp, manche Tankstellen sind geschlossen, ein Liter Sprit kostet bis zu zwei Euro.

In Paris gehen die Leute auf die Straße, in Le Havre stürmten Tausende Hafenarbeiter den Rathausplatz und warfen Rauchbomben. Im Streit zwischen Regierungen und Gewerkschaften zeichnet sich keine Lösung ab, das Land versinkt im Chaos. Die Proteste lassen den EM-Gastgeber zittern.

Bis zum Eröffnungsspiel ist alles geklärt", hofft Ruben, ein Mitarbeiter im Fanshop von Paris SG, "wir dürfen uns nicht blamieren." Im Prinzenpark-Stadion trifft Österreich auf Portugal, rund um die Arena werken noch Handwerker. Von einer EM-Stimmung bekommt man wenig mit. "Das ändert sich", prophezeit Greg, ein Kellner des Bistros Le Cardinal gegenüber dem Stadion, "es wird aber viele Kontrollen geben." Das Land wird zur Hochsicherheitszone. In Paris werden ganze Straßenzüge abgesperrt, die Kunden sogar in den Geschäften auf dem Champs-Élysées durchsucht. "Wir setzen total auf Sicherheit", erzählt Guy Forget, Turnierdirektor der French Open, "darum nehmen die Fans bei uns lange Wartezeiten in Kauf."

In Roland Garros wurde nach den Terroranschlägen das Sicherheitsaufkommen vervielfacht, sogar während der Tennismatches schnüffeln Spürhunde durch die Anlage. Insgesamt sind während der EURO in Frankreich knapp 90.000 Security-Beamte im Einsatz.

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