Fr, 24. November 2017

Weil Rücken schmerzt

31.05.2016 16:27

Steuerbetrug? Messi fehlt bei Prozessauftakt

Der fünffache Weltfußballer Lionel Messi ist dem Prozessauftakt gegen ihn am Dienstag in Barcelona ferngeblieben. Messi und sein Vater Jorge Horacio werden beschuldigt, zwischen 2007 und 2009 4,2 Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben. Im Fall einer Verurteilung drohen den Angeklagten bis zu 22 Monaten Haft. Am Donnerstag soll der Barcelona-Star vor Gericht aussagen.

Laut Anklage soll das Geld in Strohfirmen in Uruguay, Belize, der Schweiz und Großbritannien versteckt worden sein. 2013 hat der Argentinier fünf Millionen Euro nachgezahlt, nachdem die Ermittlungen gegen ihn aufgenommen worden waren.

Als Grund für das Fernbleiben am ersten Tag gab sein Verteidiger Javier Sanchez-Vera die Rückenverletzung an, die sich Messi letzten Freitag in einem Freundschaftsspiel gegen Honduras zugezogen hatte.

Mutter sagte zu Prozess-Beginn nicht aus
Auch die Mutter von Messi und zwei weitere Zeugen sind dem Prozessbeginn gegen den Weltfußballer und dessen Vater wegen des Verdachts auf Steuerbetrug ferngeblieben. Mutter Celia Cuccittini habe von ihrem Recht Gebrauch gemacht, als nahe Angehörige der Angeklagten am Dienstag vor dem Gericht in Barcelona nicht auszusagen, berichtete die Nachrichtenagentur EFE unter Berufung auf Gerichtskreise.

Die Gründe für das Fernbleiben der zwei anderen Zeugen wurden zunächst nicht bekannt. Das Verfahren sei mit der Klärung von Vorfragen gestartet worden. Messi und Vater Jorge wird zur Last gelegt, das Finanzamt zwischen 2007 und 2009 um 4,2 Millionen Euro betrogen zu haben. Die Staatsanwaltschaft plädiert allerdings dafür, das Verfahren gegen den argentinischen Profi des FC Barcelona einzustellen, weil dieser sich nicht um finanzielle Dinge gekümmert habe. Für den Vater, der in seiner Vernehmung alle Verantwortung für die steuerlichen Angelegenheiten seines Sohnes auf sich genommen hat, fordert die Anklagebehörde unterdessen eineinhalb Jahre Haft.

Messi, der am Donnerstag aussagen soll, wurde am späten Abend in Barcelona erwartet. Er hatte sich in den vergangenen Tagen mit der argentinischen Fußballnationalmannschaft auf die Copa America vorbereitet, die vom 3. bis 26. Juni in den USA stattfindet.

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