Di, 12. Dezember 2017

Schlepper packt aus

31.05.2016 12:08

"Flüchtlingsreise" für Terroristen um 40.000 $

Bei steigenden Temperaturen wagen derzeit immer mehr Flüchtlinge die gefährliche Überfahrt über das Mittelmehr nach Europa. Doch sie sind nicht allein: Wie ein libyscher Geheimdienstler berichtet, mischen sich auch Kämpfer der Terrororganisation IS unter die Flüchtenden und zahlen Schleppern Tausende Euro, damit diese sie auf überfüllten Booten nach Europa bringen.

Im Gespräch mit dem Nachrichtensender CNN - das Video können Sie oben ansehen - berichtet ein libyscher Schlepper, dass ihm ein IS-Kämpfer 40.000 US-Dollar geboten habe, damit er 25 Terroristen auf einem kleinen Boot nach Europa bringt. Der Mann hat das Angebot ausgeschlagen, weiß aber: Nicht alle Schlepper haben bei der Wahl ihrer Kundschaft Skrupel, den meisten geht es nur ums Geld.

IS-Kämpfer mischen sich unter Flüchtlinge
Oftmals dürften die Schlepper, die Migranten von der libyschen Küste in überfüllten Booten nach Europa schicken, aber gar nicht wissen, dass sie Terroristen transportieren. Oberst Ismail al-Shukri vom libyschen Militärgeheimdienst: "Sie reisen mit ihren Familien, ohne Waffen bei sich zu tragen, als normale Migranten."

Die IS-Kämpfer, die sich auf den Weg nach Europa machen, tragen sogar westliche Kleidung und führen englischsprachige Papiere mit sich, um nicht aufzufallen. Die Gefahr für Europa, so der libysche Geheimdienstler, sei also durchaus real.

Flüchtlinge fliehen vor dem Terror
Problematisch sind in den Menschenstrom eingeschleuste IS-Kämpfer auch für die Flüchtlinge selbst. Sie flüchten oftmals genau vor solchen Terroristen, die sich dann mit dem Ziel, im Westen IS-Zellen aufzubauen, unter sie mischen. Ein afrikanischer Flüchtling zum TV-Sender: "Kämpfer von Boko Haram haben meinen Vater und meinen Bruder getötet. Ich bin daheim nicht mehr sicher. Ich wollte nur noch raus."

Dass sich jetzt IS-Kämpfer unter sie mischen, dürfte bei Flüchtlingen Unbehagen auslösen. Zumal der IS zuletzt mit besonderer Grausamkeit für Schlagzeilen sorgte: Die Terroristen, die in Falludscha von der irakischen Armee belagert werden, sollen in den letzten Wochen zahlreiche Zivilisten ermordet haben, die sich weigerten, die Stadt für den IS zu verteidigen. Die UNO-Flüchtlingsorganisation UNHCR spricht von einem "dramatischen Anstieg" von Tötungen.

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