Sa, 18. November 2017

Risiko im Wohnzimmer

31.05.2016 08:58

Cybercrime: So schützen Sie Ihren Smart-TV

Viele Fernsehnutzer werden beim Zappen durch die Kanäle kaum einen Gedanken daran verschwenden, aber auch Smart-TVs können das Ziel von Cyberkriminellen werden. Diese versuchten, über die Internetverbindung des TV-Geräts sensible Daten auszuspionieren oder Schadsoftware aufzuspielen, warnt das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.

Smart-TVs böten vielfältige Zusatzfunktionen, allen voran die Internetverbindung, mit der Nutzer Pay-TV-Angebote und andere Webanwendungen vom Sofa aus auf dem großen Bildschirm genießen könnten. Doch genau wie bei der Nutzung von Computern, Laptops, Tablets oder Smartphones im Internet gelte es auch beim Smart-TV, mögliche Risiken zu kennen und ihnen vorzubeugen, so das BSI in einer Mitteilung. Demnach können etwa Schadprogramme und andere Sicherheitsprobleme über den Browser oder über die Installation von Apps auf das Gerät gelangen.

Ein noch höheres Risiko besteht laut BSI in der Datenspionage. Einerseits seien in den Kundenkonten von Pay-TV-Angeboten Zahlungsdaten hinterlegt, die für Cyberkriminelle anziehend seien. Andererseits sei es über das Smart-TV möglich, weitere persönliche Informationen auszuspähen. Dazu gehöre vor allem das detaillierte Fernsehverhalten des Nutzers, aber auch die in vielen Modellen integrierte Webcam oder Spracheingabe könnte missbraucht werden, um Menschen im Wohnzimmer akustisch oder visuell auszuspionieren, so die Experten.

Darauf sollten Sie achten
Sie raten deshalb dazu, die Internetverbindung des Smart-TVs nur dann zu aktivieren, wenn sie auch wirklich benötigt wird; regelmäßig Aktualisierungen der Firmware durchzuführen; Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen wie dem App-Store des Herstellers herunterzuladen und die Webcam sowie Sprachsteuerung zu deaktivieren, wenn diese nicht benötigt werden. Weitere Tipps gibt das Amt auf seiner Website.

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