So, 19. November 2017

Siebenkampf-Drama

29.05.2016 17:22

Wahnsinn! Dadic verpasst Olympialimit um 4 Punkte

Das kann doch nicht wahr sein! Leichtathletin Ivona Dadic hat die Olympia-Norm im Siebenkampf für Rio de Janeiro um gerade einmal läppische vier Zähler verpasst. Die Oberösterreicherin verbesserte beim Mehrkampfmeeting in Götzis den von ihr gehaltenen österreichischen Rekord um 45 Punkte auf 6196, die internationale Norm für die Sommerspiele beträgt aber 6200. Dadic wurde Zehnte. Der Sieg im Ländle ging an die Kanadierin Brianne Theisen Eaton mit der Jahresweltbestleistung von 6765 vor der Lettin Laura Ikauniece-Admidina und der Deutschen Carolin Schäfer, die mit 6557 persönliche Bestleistung markierte.

Dadic fehlten am Sonntag nach dem abschließenden 800-m-Lauf umgerechnet weniger als drei Zehntelsekunden. Dementsprechend enttäuscht war die 22-Jährige. "Normalerweise freut man sich über Bestleistungen und einen österreichischen Rekord, heute fällt es sehr schwer. Die vier Punkte ärgern mich richtig", sagte Dadic, die mit ihren Trainern entscheiden wird, ob sie in vier Wochen beim Meeting in Ratingen einen erneuten Limitversuch angehen wird oder erst im Juli bei der EM in Amsterdam.

"Wahrscheinlich werden die Punkte von heute auch reichen, aber auf das will ich mich nicht verlassen", sagte die Mehrkämpferin, die darauf hoffen darf, es noch als Nachrückerin in das 32er-Feld in Rio de Janeiro zu schaffen. Anders als vor einem Jahr in Talence, als Dadic mit einer starken Speerwurfleistung von 52,48 m bereits bis auf 49 Punkte an die Olympianorm herangekommen war, blieb sie am Sonntag mit 46,51 deutlich hinter den Erwartungen. "Im Training ging es gut, heute habe ich keinen Speer getroffen. Und ich wusste, dass die 2:15 über 800 m dann schwer werden", vermutete sie richtig.

Weitsprung war eine der Schlüsseldisziplinen
Im Vergleich zu Talence zeigte Dadic in Götzis stärkere Leistungen über 100 m Hürden, im Hochsprung, über die 200 m, im Weitsprung und über 800 m. Nur (knapp) im Kugelstoßen und (deutlich) beim Speerwerfen blieb sie dahinter. Eine Schlüsseldisziplin am Sonntag war der Weitsprung. Im ersten Versuch kam sie nur auf 5,75 m, der zweite war ungültig, im dritten riskierte sie alles und kam auf 6,18. "Das war eine richtige Nervenprobe. Mit 5,75 hätte es nie für das Olympialimit gereicht." So hatte sie sich die Chancen zumindest bis zum Schluss gewahrt.

16-jährige Lagger überrascht mit Topleistungen
Die 16-jährige Sarah Lagger landete mit 5776 Zählern an der 25. Stelle, damit gelang ihr ein beachtliches Debüt mit Erwachsenengeräten. Auch von der EM-Norm für Amsterdam mit 5900 war sie nicht allzuweit entfernt. "Meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen", sagte Lagger, die nun im Juli bei der Jugend-EM in Tiflis um den Sieg mitkämpfen will. Die Kärntnerin wurde in Götzis als "Rookie of the meet" ausgezeichnet, also als beste Debütantin.

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