Mi, 22. November 2017

„Antifa“-Attacke

28.05.2016 18:43

Linkspolitikerin auf Parteitag mit Torte beworfen

Tortenangriff auf Sahra Wagenknecht: Beim Linken-Parteitag in der deutschen Stadt Magdeburg ist die Fraktionschefin am Samstag mit einer Schokoladentorte beworfen worden. Die Attacke der antifaschistischen Initiative namens "Torten für Menschenfeinde" erfolgte während der Rede von Parteichef Bernd Riexinger. Eine junge Frau, die zu der Gruppe gehört, erklärte, man habe eine extra sahnige Torte ausgesucht. Aktivisten werfen der Linkspolitikerin vor, in der Flüchtlingspolitik viel zu weit rechts zu stehen.

Die Anstifter zu dem Tortenwurf warfen Wagenknecht in einem Flugblatt vor, ebenso wie die rechtspopulistische AfD den "Volkszorn" in politische Forderungen zu übersetzen. Wagenknecht hatte in der Vergangenheit die Auffassung vertreten, Deutschland könne nicht alle Flüchtlinge aufnehmen, und damit auch in den eigenen Reihen für Kritik gesorgt.

Wagenknecht: "Saudämliche Aktion"
Wagenknecht bezeichnete den Tortenwurf als "saudämliche Aktion". Sie werde sich durch solche Zwischenfälle nicht davon abhalten lassen, sich weiter für die Linke zu engagieren, ließ die Politikerin wenig später wissen. Am schlimmsten sei es für sie, dadurch mit jemandem wie der AfD-Vizechefin auf eine Stufe gestellt zu werden, fügte Wagenknecht hinzu. Das zeige, "dass hier völlige politische Analphabeten am Werk waren".

Linken-Vorsitzende: Angriff auf uns alle"
Linken-Vorsitzende Katja Kipping sagte nach dem Tortenwurf in Magdeburg: "Das war ein Angriff auf uns alle." Die Linke sei mit Wagenknecht "geschlossen gegen Verstümmlung des Asylrechts". "Diese Haltung werden wir behalten, egal welche Torten hier durch den Raum fliegen", sagte Kipping. Wagenknechts Ko-Fraktionsvorsitzender Dietmar Bartsch sagte: "Das ist nicht links, nicht antifaschistisch, das ist asozial." Nach dem Zwischenfall schaltete die Linkspartei die Polizei ein.

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