Mi, 13. Dezember 2017

French-Open-Drama

27.05.2016 17:18

Rafael Nadal gibt wegen Handgelenksverletzung auf!

Die French Open 2016 verlieren eines ihrer großen Zugpferde: Rafael Nadal hat völlig überraschend seine weitere Turnierteilnahme abgesagt! Der neunfache Roland-Garros-Champion muss sich wegen einer Verletzung am linken Handgelenk, die immer schlimmer wurde, aus dem Turnier zurückziehen. "Das ist eine der schlimmsten Pressekonferenzen meiner Karriere", sagte der schwer enttäuschte Spanier. Nadal wäre bei normaler Form der voraussichtliche Gegner von Dominic Thiem oder dem Deutschen Alexander Zverev im Achtelfinale gewesen.

Kurz vor 17 Uhr war Nadal am Freitag auf der Anlage in Roland Garros zu einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz erschienen - und die Befürchtungen sollten sich wenig später bewahrheiten: Der neunfache Paris-Champion musste aufgeben. Damit muss der Weltranglisten-Fünfte, der am 3. Juni seinen 30. Geburtstag feiert, seinen angestrebten zehnten Paris-Titel vorerst abschreiben. "Ich habe das Problem im Handgelenk schon seit ein paar Wochen. Ich bin hier mit ein bisschen Schmerzen angekommen, aber ich habe gedacht, dass ich das hinbekommen werde", sagte Linkshänder Nadal.

"Gestern habe ich mit einer Injektion in das Handgelenk gespielt"
Doch die Schmerzen seien jeden Tag schlimmer geworden, obwohl man alle nur möglichen Behandlungen versucht habe. "Wir haben jeden Tag viele Stunden damit verbracht, damit ich spielen kann. Gestern habe ich mit einer Injektion in das Handgelenk gespielt", erklärte ein den Tränen naher Nadal in seinem Statement. Gegen Facundo Bagnis (ARG) war am Donnerstag beim 6:3, 6:0, 6:3 allerdings nichts von seinen Problemen zu sehen gewesen.

"Heute Früh konnte ich mein Handgelenk nicht mehr bewegen"
"Aber ich habe vergangene Nacht immer mehr Schmerzen gespürt und heute Früh konnte ich mein Handgelenk nicht mehr bewegen. Wir haben ein MR und ein Ultraschall gemacht", sagte Nadal, der mit einer Manschette um das betroffene Handgelenk erschienen war. Wäre es nicht Roland Garros gewesen, dann hätte er auch nicht das Risiko genommen, hier überhaupt anzutreten. "Aber für mich ist es DAS wichtigste Event des Jahres, also haben wir alles versucht."

"Vielleicht muss ich auch drei Monate pausieren"
Wenn er nach Paris komme, dann wolle er das Turnier gewinnen und dazu wären fünf weitere Siege nötig gewesen. "Die Ärzte sagen, dass das hundertprozentig unmöglich ist." Nadal muss nun einige Wochen Ruhe geben und eine stabilisierende Manschette tragen. Würde er nun einfach weiterspielen, so bestünde die Gefahr, dass er sich die entzündete Sehne reiße - und das wolle er nicht riskieren. "Ich werde alles tun, dass ich bis Wimbledon wieder fit werde. Aber Medizin ist nicht Mathematik. Vielleicht muss ich auch drei Monate pausieren."

Kann Thiem von Aus von Sandplatz-König Nadal profitieren?
Nadal möchte aber in den nächsten Jahren wieder zu seinem Lieblingsturnier zurückkehren, versprach der Mallorquiner. "Ich habe in den vergangenen Wochen auf einem sehr hohen Level gespielt", sagte Nadal, daher sei er besonders enttäuscht: "Aber so ist das Leben." Damit wird also auch der Sieger der Drittrunden-Partie am Samstag zwischen Österreichs Star Dominic Thiem und dem deutschen Aufsteiger Alexander Zverev nicht auf den Superstar treffen. Die Chancen für Thiem, nicht nur sein erstes Achtelfinale bei den French Open zu erreichen, sondern sogar noch weiter im Turnier vorzustoßen, sind durch die Absage Nadals gewaltig gestiegen.

Turnierboss Forget "extrem traurig"
"Ich bin extrem traurig. Wie Sie alle wissen sind wir sehr eng mit Rafa, wir lieben ihn sehr. Er ist einer der größten Champions, die wir je hatten", kommentierte später Turnierdirektor Guy Forget die Aufgabe Nadals. Der Franzose, der im Februar dieses Amt übernommen hatte, hatte im Vorfeld schon auf einen weiteren großen Star verzichten müssen. Roger Federer hatte am Tag vor der Auslosung wegen Rückenproblemen abgesagt.

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