Mo, 23. Oktober 2017

U-Haft verlängert

26.05.2016 14:45

Todes-Lkw auf A4: Prozess startet im Herbst

Neun Monate nach dem Erstickungstod von 71 Flüchtlingen in einem an der A4 im Burgenland entdeckten Kühl-Lkw ist das Ermittlungsverfahren noch immer nicht abgeschlossen. Vielmehr wurde die Untersuchungshaft über die fünf mutmaßlichen Schlepper erneut verlängert. Der Prozess soll im Herbst beginnen.

Das Ermittlungsverfahren läuft gegen vier Bulgaren und einen Afghanen, zuständig ist die Staatsanwaltschaft in der südungarischen Stadt Kecskemet. "Der Prozess soll voraussichtlich im Herbst beginnen", so Marianna Bodo, die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Kecskemet, am Donnerstag.

Tod trat auf ungarischem Staatsgebiet ein
Die Flüchtlingstragödie war am 27. August des Vorjahres aufgeflogen. An diesem Tag fand die Polizei in einem in einer Pannenbucht bei Parndorf abgestellten, luftdicht verschlossenen Kühl-Lkw die Leichen von 59 Männern, acht Frauen und vier Kindern. Die Menschen waren mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit am Vortag auf ungarischem Staatsgebiet erstickt. Das ist auch der Grund dafür, dass die ursprünglich ermittelnde Staatsanwaltschaft Eisenstadt das Verfahren an die Behörde in Kecskemet abgetreten hat.

Die ums Leben gekommenen Migranten kamen aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und dem Iran. Der Lkw mit einer Ladefläche von nur 13 Quadratmetern war am 26. August in Kecskemet, 90 Kilometer südlich von Budapest, gestartet, wobei die Flüchtlinge nahe der Grenze Ungarns zu Serbien aufgenommen worden waren.

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