Do, 23. November 2017

Stoppten Amokläufer

24.05.2016 17:07

Rocker als Helden: „Die Jungs sind Lebensretter“

Tag drei nach dem unfassbaren Massaker am Festgelände im Vorarlberger Nenzing, in einer Gemeinde, in der nichts mehr so ist, wie es einmal war. Die Menschen sind fassungslos, wütend - einfach nur sprachlos nach dem sinnlosen Tod von Christoph L. (33) und Bernd R. (48). Vier Rocker werden unterdessen als Lebensretter gefeiert. Sie sollen sich dem Täter todesmutig entgegengestellt haben.

"Warum nur?" - eine pausenlos gestellte Frage, auf die niemand eine Antwort findet. Selbst Gerhard Prasch nicht. Der 70-Jährige wohnte zwei Jahre lang Tür an Tür mit Gregor S., dem zweifachen Familienvater, der in der Nacht auf Sonntag das Leben von zwei Männern beendet hatte. "Ich war erschüttert, als ich gehört hab, was der Gregor da gemacht hat. Ich versteh das nicht." Freundlich sei er als Nachbar gewesen, sogar hilfsbereit. "Der Bub hat mir geholfen, der war ja a guada Installateur."

Es sind nette Worte, die Prasch findet, die dieser Tage nicht viele Menschen finden. Vor allem im Kreise der Motorradclub-Mitglieder "The Lords" gehen die Wogen hoch. Immer noch stapfen sie vereinzelt über das Areal, auf dem zwei ihrer Partygäste mit einer illegalen Kalaschnikow aus dem Leben gerissen wurden.

Vier Rocker wurden zu Helden
Immer noch brennt dort das mächtige Feuer, das alle materiellen Erinnerungen an das Fest vernichtet. Die Rocker erzählen von "sich selbst opfernden Helden" der Todesnacht, über die niemand berichtet. Es sind vier Clubmitglieder: Stefan, Niki, Keef, Philipp. Sie sollen den Täter "in die Enge getrieben" und Schlimmeres verhindert haben. "Unsere Jungs sind hier die wahren Lebensretter."

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