So, 19. November 2017

Ärgerliches Aus

03.06.2016 09:18

Diesen Serien machten dumme Fehler den Garaus

Nicht immer sind es sinkende Zuschauerzahlen, die das Ende von TV-Serien besiegeln. Hin und wieder treffen auch Fernsehstudios und Produzenten dumme Entscheidungen - und machen damit echten Fanfavoriten den Garaus.

"Angel - Jäger der Finsternis"
Serienschöpfer Joss Whedon ("Marvel's The Avengers"), dessen vorheriger Hit "Buffy" gerade am Ende angelangt war, ging voller Selbstvertrauen in die Verhandlungen mit dem TV-Sender The WB. Whedon wollte, dass "Angel" noch vor dem Ende der fünften Staffel verlängert würde - schließlich lockte diese mehr Zuschauer an als je zuvor. Whedon wollte Sicherheit für die Schauspieler, da The WB traditionell bis zur letzten Minute wartete mit der Vertragsverlängerung. Doch The WB wollte lieber erst den Erfolg neuer, günstigerer Serien abwarten - und strich "Angel" stattdessen. Inzwischen ist klar, dass das ein großer Fehler war: Die neuen Projekte verliefen zumeist im Sande - und die "Buffy"- und "Angel"-Fans waren jahrelang stinksauer.

"Firefly - Der Aufbruch der Serenity"
Auch mit seinem nächsten Werk hatte Whedon Riesenpech: Der mittlerweile kultisch verehrten Scifi-Serie "Firefly" war bloß eine Staffel vergönnt. Der Grund: Der produzierende Sender Fox entschied, dass statt der ersten zuerst die zweite Folge gezeigt werden sollte - so war es für die Zuschauer schwer, der Geschichte zu folgen. Und als wäre das nicht genug, verlegte Fox die Sendezeit auch noch gelegentlich vor, wenn Sportveranstaltungen ausgestrahlt wurden. Die anschließenden DVD-Verkäufe waren hervorragend, doch gebracht hat es nur den Kinofilm "Serenity - Flucht in neue Welten" (siehe Trailer oben). Immerhin tröstete der die Fans ein wenig mit dem Abschluss der Geschichte.

"Batman"
Die 60er-Jahre-Superheldenserie wird heute belächelt, hat aber immer noch treue Fans. Und die hätten mehr als nur zwei Staffeln zu sehen bekommen, hätte es nicht einen fatalen Fehler gegeben. Der Sender ABC wollte "Batman" nicht weiter finanzieren, sondern die Rechte verkaufen. NBC hatte Interesse, aber nur, wenn auch die vorhandenen Sets und die Ausstattung mit verkauft würden. Dummerweise ließ ein ABC-Verantwortlicher die Kulissen aber in der Zwischenzeit zerstören - das war's dann mit "Batman".

"Robin Hood"
Die Macher der BBC-Serie rund um den Helden mit Pfeil und Bogen haben sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Hauptdarsteller Jonas Armstrong entschied, nach der dritten Staffel sei Schluss für ihn. Statt seine Rolle neu zu besetzen, entschieden die Autoren, die Titelfigur einfach sterben lassen. Damit nicht genug, auch der Sherriff von Nottingham, seine Tochter Isabella und weitere Hauptfiguren gingen über den Jordan - und das, obwohl Lady Marian schon am Ende der zweiten Staffel gestorben war. Die geplante vierte Staffel mit derart dezimierter Besetzung war der BBC dann doch zu peinlich - stattdessen wurde die Serie eingestellt.

"Familie Feuerstein"
Nachdem die Zuschauerzahlen der Comicserie sanken, wollten die Macher diese mit einer neuen Figur in Staffel sechs wiederbeleben. Dumm nur, dass dafür Galaxius vom Saxilus eingeführt wurde: ein Alien, der von Fred und Barney nach seinem Absturz gerettet wird und dank moderner Technologie praktisch allmächtig ist. Die Science-Fiction-Elemente waren aber kein Allheilmittel, sondern fehl am Platz. Die Zuschauer flohen in Scharen und eine weitere Staffel gab es nicht.

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