Di, 21. November 2017

Krieg um VR-Kunden

23.05.2016 09:24

Oculus sperrt Nutzer des Rivalen HTC Vive aus

Der Virtual-Reality-Pionier Oculus hat die System-Software für sein Headset Rift aktualisiert - und sperrt nun Nutzer der Konkurrenzbrille HTC Vive aus seinem Angebot aus. Konnten diese Oculus-Exklusivtitel zuvor noch mit einem kleinen Zusatzprogramm auch auf ihrer Vive spielen, ist durch eine "Plattform-Integritätsprüfung" damit nun Schluss.

Wie das IT-Nachrichtenportal "Heise" meldet, handelt es sich dabei um zusätzliche DRM-Funktionen, also digitales Rechtemanagement. Dabei handelt es sich um nichts anderes als eine Art Kopierschutz, der dafür sorgt, dass Oculus-Software tatsächlich nur auf der Oculus Rift läuft. Wer eine andere Virtual-Reality-Brille nutzt, hat Pech gehabt.

Oculus schloss teure Exklusivverträge ab
Dass Oculus solche Schritte setzt, kommt nicht unerwartet. Die Facebook-Tochter hatte im Vorfeld der Veröffentlichung ihrer Cyberbrille einige Exklusivverträge mit Spielestudios abgeschlossen, damit diese zum Start der Oculus Rift interessante VR-Erlebnisse bereitstellen, die nur auf dieser einen Brille laufen.

Findige Programmierer hatten einen Treiber programmiert, mit dem sich diese Exklusiv-Titel auch auf der Konkurrenzbrille HTC Vive ausführen ließen. Oculus-Chef Palmer Luckey hatte sich zunächst noch entspannt gegeben und erklärt: "Wenn Kunden ein Spiel bei uns kaufen, können sie das gerne modden. Und es laufen lassen, worauf sie wollen." Diese Meinung hat er nun offenbar geändert.

Krieg der Virtual-Reality-Plattformen
Es zeichnet sich ein Plattform-Krieg in der virtuellen Realität ab. Oculus will offensichtlich seinen eigenen Virtual-Reality-Store pushen, während der Rivale HTC Vive den weltgrößten Spiele-Marktplatz Steam als Unterstützer hinter sich hat.

Die Folge: Wie im Konsolenbereich gibt es Virtual-Reality-Games, die nur auf einer bestimmten Plattform laufen, obwohl - bis auf weniger leistungsfähige Smartphone-Systeme wie Samsungs Gear VR oder Google Cardboard - letztlich alle an einen PC angeschlossen sind. Für den Endnutzer ist das recht unpraktisch. Wer alle spannenden VR-Titel erleben will, müsste sich durch diese Geschäftspolitik mehrere Virtual-Reality-Headsets kaufen.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden