Di, 21. November 2017

Wahl in Salzburg

22.05.2016 21:05

Norbert Hofer war der Vorsprung nicht zu nehmen

So hauchdünn es bundesweit zuging, so eindeutig fiel das Wahlergebnis in Salzburg aus. Der FPÖ-Kandidat lag in 109 Salzburger Gemeinden mehrheitlich deutlich vorne, nur in der Stadt Salzburg und in neun Gemeinden holte der von den Grünen unterstützte Alexander van der Bellen den Sieg.

-) 55,1 zu 44,9 Prozent lautet das vorläufige Endergebnis für Norbert Hofer in Salzburg, obwohl noch knapp 50.000 vergebene Wahlkarten ausgezählt werden, wird dem blauen Kandidaten der Sieg zumindest in unserem Bundesland bei einer Wahlbeteiligung (inklusive Hochrechnung Briefwahlstimmen) von 72 Prozent nicht mehr zu nehmen sein. Der Andrang an den Urnen war so stark wie schon lange nicht mehr, kaum ein Wahlkampf beschäftigte die Menschen in Salzburg so sehr, wie das Duell zweier Anschauungen: Links gegen Rechts, Grün gegen Blau, van der Bellen gegen Hofer.

Muhr, Tweng, Zederhaus sind die blauen Spitzen
-) Von den 119 Gemeinden stimmten 109 mehrheitlich für Hofer, 10 für van der Bellen, in folgenden Gemeinden stechen dabei die Hofer-Wähler besonders hervor:MICHAEL PICHLER Muhr (87,2 Prozent), Tweng (84,1), Zederhaus (77,9), Ramingstein (77,7), Hüttau (77,5), Thomatal (76,9), St. Koloman (76), Filzmoos (74,7), Viehhofen (72,6), Wald im Pinzgau (73,2).
-) In der Stadt Salzburg kehrte van der Bellen mit 56 Prozent das Ergebnis um, 9 Gemeinden folgten diesem Trend: Mattsee (54,2 Prozent), Anif (54 Prozent), Elsbethen (53 Prozent), Oberalm (52,6 Prozent), Leogang (52,5), Elixhausen (51,8), Strobl (50,2), Koppl (50,1).
-)In Bergheim wählten 1217 Menschen (zu 1216 Stimmen) van der Bellen, das heißt eine Stimme war am Ende entscheidend.
-) Der Wahlbezirk Tamsweg und damit der Lungau fiel am eindeutigsten für Hofer aus: 71,5 Prozent waren für ihn, 28,5 Prozent für van der Bellen, das Wahlverhalten von Männern und Frauen hält sich entgegen dem Bundestrend beim Geschlecht genau mit 50:50 in der Waage.
-) Das dunkelste Blau auf der Landkarte holten - wie zuerst erwähnt - die Gemeinden Muhr, Tweng, Zederhaus sowie Ramingstein mit weit über 75 Prozent.

Pinzgau und Pongau halten Hofer die Treue
-) Im Wahlbezirk Zell am See und somit dem Pinzgau schaffte Hofer 60,5 Prozent, van der Bellen 39,5 Prozent, in der Bezirkshauptstadt waren es 57 Prozent die dem FPÖ-Mann ihre Stimme gaben, in Saalfelden waren es 55 Prozent. Detail am Rande: In Saalbach-Hinterglemm, der Heimatgemeinde des von der FPÖ abgespaltenen Karl Schnell, holten die Blauen übrigens 65,8 Prozent.
-) Im Pongau lief es ähnlich wie im benachbarten Bezirk, 63,6 Prozent waren es am Ende für Hofer, 36,4 Prozent für van der Bellen. Blau heraus stechen wie schon geschrieben Filzmoos und Hüttau, dahinter Radstadt (67 Prozent), Wagrain (70 Prozent) und Werfenweng (70 Prozent) für Hofer. 60,4 Prozent wurden es ebenso für die FPÖ in St. Johann.

In Hallein entschied nur eine Stimme für Hofer
-) Im Tennengau war das Duell in Hallein besonders spannend: 4132 Stimmen waren es für Hofer, 4131 für van der Bellen, ansonsten gewann Hofer im Bezirk mit 55,3 zu 44,7 Prozent für van der Bellen. Der Tennengau spiegelt das Bundeslandergebnis am besten wieder.
-) Im Flachgau ähnlich: 54,7 Prozent wählten blau, 45,3 Grün, wobei van der Bellen hier die meisten Gemeinden holen konnte.
-) Im Gesamtergebnis fehlen jetzt noch die Briefwähler: Im Salzburg waren für den 2. Wahlgang 49.390 Wahlkarten beantragt worden. Bei 393.583 Wahlberechtigten sind das rund 12 Prozent. Das Ergebnis wird heute Nachmittag erwartet.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden