Do, 23. November 2017

Professor & Tüftler

21.05.2016 19:11

Gern ein Spinner und Verrückter

Die Ledercouch in seinem Büro war einmal Teil eines Projekts. "Mittels Sensoren wurde abgeleitet, wie aufmerksam der Mensch ist, der auf ihnen saß", so Alois Ferscha. Der Dekan der technisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Linzer Kepler-Uni weiß, dass ihn viele für einen Spinner halten - ihm gefällt’s.

"Das schaffst Du nie!" - die Aussage von Wien-Marathon-Veranstalter Wolfgang Konrad hat sich Alois Ferscha auf einem Zettel in seinem Büro aufgehängt. Es sind vier Wörter, die für den Professor der Kepler-Uni Motivation bedeuten, wieder eine ähnlich gute Marathon-Zeit zu laufen wie 1999, als er die 41,195 km in Wien in 2:58 Stunden schaffte.

Doch dieser Satz prägt auch das Tun von Ferscha und seinen Mitarbeitern.
Im Institut "Pervasive Computing" wird daran gearbeitet, wie die Zukunft der Computer und das Leben mit ihnen aussehen wird. "Man bleibt so lange ein Spinner, bis sich etwas durchsetzt - ich wurde schon oft als Verrückter gehandelt", erzählt Ferscha stolz. Seine Passion: Alltagsgegenständen wie Sonnenbrillen, Schuhen oder Sesseln muss so viel Intelligenz eingebaut werden, damit sie den Menschen einen Dienst erweisen.

"Ich hab’ die Pflicht, zu denken, was nach dem Smartphone ist", meint Ferscha. Mit Skihersteller Fischer gibt’s ein Projekt, bei dem die Arbeitsschritte und Aufmerksamkeit des Mitarbeiters beobachtet werden: "Es geht darum, die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine zu verbessern und so die Produktivität zu steigern." Interaktionsbrillen gehören zur Standardausstattung, auch mit Energie-Uhren, die Geräte steuern können, experimentiert Ferscha gerne. "Wir brauchen Technologien, wo der Mensch nicht nachdenken muss", so der 54-Jährige.

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