Sa, 25. November 2017

Tolles Projekt

20.05.2016 10:52

Startschuss für Bärenschutzzentrum in der Ukraine

Mit der offiziellen Grundsteinlegung wurde es am Donnerstag besiegelt: In der Westukraine entsteht ein neues, modernes "Vier Pfoten"-Bärenschutzzentrum, das den hohen Tierschutz- und Sicherheitsstandards der Tierschutzorganisation entsprechen wird.

An der Grundsteinlegung nahmen Heli Dungler, Gründer und Präsident der "Vier Pfoten", Ostap Semerak, ukrainischer Minister für Ökologie und Naturressourcen, Oleh Syniutka, Präsident der Regionalverwaltung Lwiw  und weitere Vertreter der ukrainischen Behörden teil. Das neue Bärenschutzzentrum nahe Lwiw ist ein wichtiger Schritt, um die Haltungsbedingungen von Bären in der Ukraine zu verbessern.

Neues Tierschutzgesetz dank der "Vier Pfoten"
"Mit diesem Schutzzentrum bieten wir ein artgemäßes Leben und somit eine nachhaltige Lösung für misshandelte ukrainische Bären", erklärt Dungler. Auf Initiative der internationalen Tierschutzorganisation wurde bereits 2015 ein neues Tierschutzgesetz im Land verabschiedet. Bären und Wölfe dürfen seither nicht mehr für Hundekämpfe eingesetzt werden, Bärenkampf-Events wurden ebenso wie das Betreiben von Kampfbärenstationen verboten. "Wir werden aber selbstverständlich auch in Zukunft die ukrainische Regierung im Kampf gegen die illegale Privathaltung von Bären unterstützen", so Dungler.

Erste Bauphase hat bereits begonnen
Die erste Bauphase des Bärenschutzzentrums hat bereits begonnen und wird bis Mitte des Jahres 2017 abgeschlossen sein. Teil dieser ersten Bauphase sind ein Besucherzentrum, ein Gebäude für die Technik, sowie ein Außengehege von 7,7 Hektar, das bis zu acht Bären beherbergen kann.

Besucher sollen mehr über Bären lernen
Die "Vier Pfoten" finanzieren den gesamten Bau des Schutzzentrums. Der Abschluss der zweiten Bauphase ist für 2018 geplant, das gesamte Gelände wird am Ende 20 Hektar umfassen. Bis zu 20 Bären können dann ein artgemäßes Leben in dem naturnahen Umfeld führen. Außerdem wird es ein Bildungszentrum geben, in dem die Besucher Interessantes über artgemäße Bärenhaltung erfahren können. So soll das Zentrum Besuchern, die mehr über Bären und andere Wildtiere erfahren wollen, einen wertvollen Anreiz bieten.

"Kampfbären" werden in der Ukraine gequält
Obwohl deren Einsatz gesetzlich verboten ist, gibt es in der Ukraine noch immer etwa 20 Kampfbären. Die Bären werden zu Trainingszwecken von Jagdhunden attackiert. Oft bekommen sie nur unzureichend Futter und Wasser, manchmal werden ihnen die Krallen gezogen, damit sie keine so große Gefahr für die Hunde darstellen. Da ihre Krallen durchblutet sind, verursacht diese Prozedur ohne Betäubung den Tieren starke Schmerzen, vergleichbar mit dem Abschneiden der menschlichen Fingerspitzen Menschen.

Tiere müssen Touristen unterhalten
Insgesamt über 100 Bären im Land werden zur Unterhaltung von Touristen missbraucht. Sie fristen ihr Dasein in winzigen Käfigen in der Nähe von Restaurants, Hotels oder Tankstellen. Die "Vier Pfoten" haben bereits mehrere Bären in der Ukraine gerettet. Fünf von der internationalen Tierschutzorganisation geretteten Tiere haben ein neues Zuhause in der Bärenstation Nadiya in Zhytomyr, Westukraine, gefunden, doch die Kapazität der Station ist damit ausgeschöpft.

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