Mi, 22. November 2017

ÖFB-Cupfinale

20.05.2016 10:11

Soriano: „Das war wirklich nackter Wahnsinn“

Salzburg schrieb mit der 5:0-Cupgala gegen die Admira in Klagenfurt erneut Geschichte - als erstes Team in Österreich glückte den Bullen das "Triple-Double". Großer Held beim höchsten Finalsieg seit 1934 war einmal mehr Goalgetter Jonatan Soriano mit drei Volltreffern.

Die wichtigste Personal-Frage vorm Cup-Endspiel entschied sich am Donnerstag nach Salzburgs Mittagessen im Hotel Seepark: Trainer Oscar fasste den Entschluss, den an der Wade lädierten Kapitän Soriano erstmals seit dem Meisterstück bei der Austria am 1. Mai von Beginn an zu bringen. Nicht erst als Feuerwehrmann, sollten die Bullen Mitte Halbzeit zwei noch nach der Abbiegung auf die Siegerstraße suchen.

Soriano überbietet Cup-Bestmarke
Rekord-Torjäger Soriano bedankte sich bei seinem katalanischen Landsmann Oscar fürs Vertrauen nach nicht einmal sieben Minuten - der Weg zum dritten Cup-Titel in Klagenfurt in Folge und zum ersten Triple-Double seit Einführung des Cups 1919 war asphaltiert. Die rund 2.000 mitgereisten Salzburg-Fans feierten Soriano, der seine persönliche Cup-Bestmarke aus dem Vorjahr um drei Tore mit gesamt zehn Treffern überbot, bei dessen Auswechslung (87.) mit Standing Ovations. Es war zudem das 17. Goal des 30-Jährigen gegen die Südstädter im 16. Pflichtspiel. Zuletzt drei Tore im Finale hatte Hans Krankl 1983 erzielt. Einen höheren Finalsieg hatte es nur 1934 gegeben - beim 8:0 der Admira gegen Rapid.

Anders als die holprige, 120-minütige "Fahrt" zum Titel 2015 im Finale gegen die Austria, glich Salzburgs Vorstellung gegen die überforderten Admiraner einer Tempo-Bolzerei ohne Geschwindigkeitslimit. Obwohl vorm Anpfiff Schwegler und nach nur 17 Minuten Ulmer (Schlag aufs Becken), also beide flinken Außenverteidiger ausgefallen waren.
Während Ulmer seinen zehnten Titel mit den Bullen mit schmerzverzerrtem Gesicht erst nur vom Spielfeldrand bejubeln konnte, lagen sich Soriano und Co. am Rasen in den Armen. Die Schadensbegrenzung nach dem Europacup-Aus im Herbst war geglückt.

"Dieses Finale war wirklich nackter Wahnsinn", grinste Held Soriano, der sich den Glückwünschen kaum erwehren konnte. "Ich habe alles gegeben, um diesen Tag  nicht zu verpassen." Zu den Wechsel-Spekulationen meinte er: "Ich habe noch Vertrag, ich bleibe hier!"

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