Mo, 23. Oktober 2017

Verkehrsüberwachung

17.05.2016 11:56

Polizisten tarnen Kamera-Fahrzeug als Google-Auto

Um nicht aufzufallen, haben US-Polizisten in Philadelphia ihren mit Kameras zur Verkehrsüberwachung ausgestatteten Polizeiwagen als Google-Auto getarnt. Ein paar Google-Maps-Aufkleber sollten den Wagen wie ein Street-View-Auto von Google aussehen lassen, so der Plan. Ein aufmerksamer Bürger machte ihnen aber einen Strich durch die Rechnung.

Die Polizei in Philadelphia sucht mit Wagen, die mit ihren Kameras Nummerntafeln vorbeifahrender Autos scannen, nach gestohlenen Fahrzeugen und Verkehrsteilnehmern, die keine Maut gezahlt haben. Dass ein solcher Wagen nicht sofort auffallen sollte, liegt nahe. Bei der Tarnung der Kamera-Fahrzeuge sind nun aber einige US-Polizisten über das Ziel hinausgeschossen.

Kamera-Auto mit Google-Maps-Pickerl beklebt
Wie das IT-Portal "Golem" berichtet, haben sie ihr Überwachungsfahrzeug kurzerhand mit Google-Maps-Aufklebern versehen. Der Hintergedanke: Ein Auto mit Kamera und Google-Aufkleber dürften die meisten Menschen als Street-View-Wagen des Internetkonzerns interpretieren und nicht mit polizeilicher Überwachung in Zusammenhang bringen.

Die Ordnungshüter haben ihre Rechnung allerdings ohne einen aufmerksamen Bürger gemacht. Er erkannte, dass der Wagen trotz Google-Logo kein Street-View-Fahrzeug sein konnte und fing an, zu recherchieren. Bei der Stadt konnte man ausschließen, dass der Wagen zur Staatspolizei oder zur Verkehrsbehörde gehörte. Google erklärte, es handle sich nicht um ein Google-Auto.

Polizei entfernte unkonventionelle Tarnung wieder
Die städtische Polizei brachte schließlich Licht ins Dunkel und erklärte, einige ihrer Ordnungshüter hätten den Wagen von sich aus als Google-Fahrzeug getarnt. Die Aufkleber seien ohne Wissen der Vorgesetzten angebracht worden. Nachdem die Aktion bekannt geworden war, mussten die Polizisten ihr Überwachungsfahrzeug wieder von den Google-Aufklebern befreien.

Dass es problematisch sein könnte, den Überwachungswagen einfach mit dem Logo eines privaten Unternehmens zu bekleben, hatten die Ordnungshüter offenbar nicht bedacht. Offen ist derweil noch die Frage, ob Google wegen der Zweckentfremdung seines Logos juristisch gegen die Polizei in Philadelphia vorgehen wird.

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