Mi, 22. November 2017

Sanktionen im Sinn

14.05.2016 21:40

Neureuther fordert Olympia-Ausschluss Russlands

Knalleffekt in der Causa von angeblich systematischem Doping russischer Sportler im Vorfeld der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi: Prominente deutsche Sportler um Ski-Kultstar Felix Neureuther sahen sich nun zu einer geharnischten Reaktion von selten gesehener Einigkeit gezwungen, ihre Forderung: der Ausschluss russischer Athleten von den Olympischen Spielen in Rio!

"Ich wäre dafür, dass keine russischen Sportler zu Olympia in Rio dürfen. Vielleicht muss man mal so drastisch durchgreifen, damit es einen Effekt hat", sagte Neureuther der "Bild"-Zeitung. Clemens Prokop, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, ergänzte: "Wenn in Russland so systematisch gedopt wird, sollte die gesamte russische Mannschaft nicht bei Olympia in Rio starten."

Auslöser dieser harten Worte gegenüber Russland bzw. russischen Sportlern ist das "Geständnis" von Grigori Rodschenkow, des angeblichen Schöpfers eines staatlichen Dopingprogramms in Russland, gegenüber der "New York Times". Der Zeitung erklärte er, dass bei den Winterspielen 2014 in Sotschi 15 russische Medaillen-Gewinner gedopt gewesen seien. Mithilfe gefälschter Urinproben sei das Doping allerdings verschleiert worden.

Er schilderte, wie Monate vor den Spielen Athleten saubere Urinproben abgegeben und dann begonnen hätten zu dopen. Während der Spiele seien dann die Urinproben von Dopingsündern gegen saubere ausgetauscht worden. Aber: Seine Aussagen können bisher nicht unabhängig bestätigt werden. Keiner der russischen Athleten war in Sotschi des Dopings überführt worden. Das Team holte bei den Winterspielen 33 Medaillen und gewann damit vier Jahre nach dem Debakel in Vancouver (11. Platz) den Medaillenspiegel.

Rodschenkow sagte weiters, er habe viele Jahre mit Dopingmitteln experimentiert. Schon vor den Olympischen Sommerspielen in London 2012 habe er einen Cocktail aus drei verbotenen, leistungssteigernden Substanzen entwickelt. Seither sei dieser russischen Sportlern gegeben worden. Zwei Jahre später, in Sotschi, lag die Überwachung der Dopingproben dann beim russischen Kontrolllabor. Das Sportministerium habe die Chance gesehen, einen systematischen Dopingplan zu erstellen.

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