Mo, 20. November 2017

Neue Grenzwerte

14.05.2016 16:33

EU sagt Krebserregern in der Arbeit den Kampf an

Krebs ist das größte Gesundheitsrisiko für Arbeitnehmer. Zwar hat die Krankheit vielfältige und komplexe Ursachen, aber umso klarer und einfacher sollte die Antwort sein. Daher sagt die EU-Kommission 13 gefährlichen Chemikalien am Arbeitsplatz den Kampf an.

Der Plan ist es, neue Belastungsgrenzen für 13 krebserregende Substanzen einzuführen. Gegenwärtig sind rund 20 Millionen Erwerbstätige in der EU mindestens einem dieser Stoffe ausgesetzt. "Durch den Vorschlag können in den nächsten 50 Jahren 100.000 Menschenleben gerettet, noch mehr vor Leiden bewahrt und nebenbei auch die verursachten wirtschaftlichen Kosten gesenkt werden", so EU-Kommissionssprecher Christian Wigand.

Konkretes Beispiel ist etwa der Quarzfeinstaub, der im Bergbau, bei Brucharbeiten, Tunnelbohrungen, Schneiden, Zerkleinern oder Mahlen von siliciumdioxidhaltigen Materialien wie Beton, Ziegeln oder Gestein entsteht. Er ist auch eine der Hauptursachen für die Lungenkrankheit Silikose und arbeitsbedingten Lungenkrebs.

"Auch Wirtschaft profitiert"
"Die Mitgliedsstaaten profitieren von den neuen Höchstwerten, weil die Krankenkassen entlastet werden, weil weniger Kosten für die Behandlung und Nachsorge von Krebspatienten anfallen. Und die Wirtschaft insgesamt profitiert von einer höheren Produktivität und einer Entlastung der öffentlichen Finanzen", erklärt EU-Sozialkommissarin Marianne Thyssen.

Jedes Risiko auszuschalten ist nicht möglich - weder im Leben noch bei der Arbeit. Von einigen der 13 Karzinogene - wie Quarzfeinstaub oder Chrom-Verbindungen sowie Hartholzstäube - ist aber eine sehr hohe Zahl von Arbeitnehmern betroffen. Einige andere bedrohliche chemische Stoffe sind zudem verdächtig, weil es im Vergleich zur Zahl jener Arbeitnehmer, die diesen Stoffen ausgesetzt sind, eine große Anzahl von Krebserkrankungen gibt.

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