Sa, 25. November 2017

Präsident Krammer

14.05.2016 10:58

Liga-Reform: „Minus beträgt für Rapid über 1 Mio.“

Die geplanten Änderungen im österreichischen Profi-Klubfußball könnten doch noch etwas länger auf sich warten lassen. Rapid-Präsident und Bundesliga-Aufsichtsrat Michael Krammer sprach sich nämlich gegen vorschnelle Reformen aus und sparte auch nicht mit Kritik an der Liga-Führung. Im Video oben sehen Sie die Highlights von Rapids Unentschieden gegen Altach am vergangenen Spieltag.

"Rapid ist für einen sauberen Reformprozess. Aber dieser überhasteten Reform werden wir nicht zustimmen. Das Vorgehen der Bundesliga ist hochgradig unprofessionell. Außerdem verstehe ich nicht, warum der Panikknopf gerade jetzt gedrückt wurde", ließ Krammer ausrichten.

Nach der Darstellung des Rapid-Chefs seien die Konsequenzen und Probleme eines 12-plus-16-Formats nicht geklärt worden, so auch im Zusammenhang mit dem TV-Vertrag. Außerdem drohe durch die Reduktion von 36 auf 32 Runden ein beträchtlicher finanzieller Schaden. "Wir haben es für Rapid durchgerechnet. Das Minus beträgt über eine Million", erzählte Krammer.

Harte Kritik an Liga-Spitze
Zu guter Letzt gab es noch unverhohlene Kritik an der Bundesliga-Spitze. "Seit 2009 ist der TV-Vertrag nicht besser geworden. Das Liga-Sponsoring sogar schlechter. Und anstatt um mehr Fans bei den Klubs zu kämpfen, werden lieber Auswärtsfahrer prämiert. Kann dort jemand 'Marketing' überhaupt buchstabieren?"

Gänzlich verhindern will Krammer eine Liga-Reform aber nicht. "Wenn alle Stakeholder beteiligt werden, also auch Sponsoren und TV-Partner, können wir im kommenden Jahr eine Reform schaffen, die ab 2018 statt 2017 gilt. Da 2018 die TV-Verträge auslaufen, wäre das ohnehin der geeignetere Zeitpunkt für die Reform."

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