Sa, 25. November 2017

Erste Liga

13.05.2016 20:58

16 Minuten Nachspielzeit bei kuriosem West-Derby

Das vorerst letzte Westderby der Erste Liga hat am Freitag ein kurioses Spiel gebracht. Der Tabellendritte Wacker Innsbruck und die als Fixabsteiger feststehende Austria Salzburg trennten sich nach 106 Minuten mit 2:2 (0:0). Beide Teams erzielten in der 16-minütigen Nachspielzeit je einen Treffer. Innsbrucks Negativlauf hielt aber an. In den vergangenen fünf Runden gab es nur einen Sieg.

Den Titel und damit auch den Aufstieg in die Bundesliga machen sich daher der SKN St. Pölten und der LASK untereinander aus. Das direkte Duell, der Schlager der 34. Runde, begann um 20.30 Uhr. Wiener Neustadt siegte beim FAC mit 3:0. Der FC Liefering musste sich in einer Wasserschlacht zu Hause gegen Austria Lustenau nach 2:0-Führung ebenso mit einem 2:2 begnügen wie der Kapfenberger SV gegen Austria Klagenfurt.

Schiri-Chaos bei Westderby
Das Westderby war im Finish mehr als zehn Minuten unterbrochen, weil Schiedsrichter Alain Kijas nach einer Wadenverletzung ersetzt werden musste. Assistent Sebastian Gruber übernahm, für ihn musste ein als Referee ausgebildeter Zuschauer einspringen. Nach Kopftoren von Lukas Katnik (71.) und Andreas Bammer (95.) sahen die Salzburger sogar bereits wie ein möglicher Sensationssieger aus. Wacker-Kapitän Alexander Hauser schlug aus kurzer Distanz aber noch einmal zurück (98.).

Die Salzburger waren ambitioniert gestartet, verzeichneten durch Ernst Öbster (3.) und Felipe Dorta (66.) auch Stangenschüsse. Wacker schien die Begegnung danach aber in den Griff zu bekommen. Der erste Treffer gelang Topstürmer Thomas Pichlmann, der seine vierte Großchance per Kopf nutzte (55.). Es war das 20. Saisontor für den Führenden der Schützenliste.

Turbulenzen auch in Kapfenberg
Auch in Kapfenberg gab es ein turbulentes 2:2. Die Hausherren wurden trotz 2:0-Pausenführung für zwei vergebene Elfmeter bestraft. Manfred Gollner (23./am Tor vorbei) und Dominik Frieser (28.), gegen den Klagenfurt-Torhüter Andreas Leitner parierte, scheiterten jeweils vom Punkt. Für die KSV-Tore sorgten Florian Flecker (25.) und Stefan Meusburger per Kopf (31.) jeweils nach Frieser-Vorarbeit.

Die Klagenfurter mussten bereits ab der 22. Minute mit zehn Spieler auskommen. Mirnes Becirovic sah für sein Elfer-Foul an Joao Victor Rot (22.). Rajko Rep im Konter (73.) und Fabian Miesenböck mit einem Schuss ins kurze Eck (85.) sorgten in Unterzahl aber noch für den Ausgleich - ein Lebenszeichen der Kärntner, die in den vergangenen 14 Runden nur einen Sieg gefeiert haben und in zweiter Instanz auch noch ohne Lizenz für die kommende Saison dastehen.

Weil die Klagenfurter vorerst auch vom Protestkomitee keine Spielgenehmigung erhalten haben und das Ständige Neutrale Schiedsgericht anrufen müssen, macht sich auch der sportlich abgestiegene FAC wieder Hoffnungen auf den Klassenerhalt. Gegen Wiener Neustadt gab es für die Wiener aber nichts zu holen. Die Tore für die Gäste erzielten Florian Sittsam per Kopf (37.), Marvin Egho aus kurzer Distanz (64.) sowie der eingewechselte Mario Stefel (72.).

Liefering seit vier Spielen sieglos
Liefering ist mittlerweile vier Spiele ohne Sieg. Die Jungbullen verspielten im Salzburger Dauerregen - die Partie in Grödig stand an der Grenze zur Irregularität - eine 2:0-Führung, für die der erst 17-jährige Hannes Wolf mit einem Tor (7.) und einem Assist auf David Atanga (11.) hauptverantwortlich gezeichnet hatte. Lustenau kam durch einen abgefälschten Freistoß von Peter Haring (18.) und einen Treffer von Trainersohn Seifeddin Chabbi (88.) aber noch zu einem Punkt.

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