Sa, 18. November 2017

61. Song Contest

15.05.2016 01:23

Ukraine siegt mit Kriegsballade - Zoe auf Platz 13

Der 61. Eurovision Song Contest ist Geschichte - und hat mit der Ukraine einen durchaus spektakulären Sieger vorzuweisen! Sängerin Jamala holte sich Samstagnacht in der Stockholmer Globe Arena mit ihrem politischen Song "1944" (Auftritt oben ansehen!) den begehrten europäischen Musiktitel. Österreichs Vertreterin Zoe kam auf Platz 13.

Ein politischer Song Contest endete mit dem Sieg eines politischen Liedes: Die Ukrainerin Jamala konnte mit ihrer traurigen Ballade "1944" den weltweit beachteten TV-Event, der heuer in Stockholm ausgetragen wurde, für sich entscheiden. Ihr Lied handelt formal von der Deportation der Krimtartaren unter Stalin - ist aber selbstredend auch als Kommentar auf die aktuelle politische Lage der von Russland annektierten Halbinsel zu werten.

Insgesamt kam die Ukraine auf 534 Punkte. Auf Platz 2 des Feldes etablierte sich Australien mit Sängerin Dami Im und ihrer Ballade "Sound Of Silence" mit 511 Punkten. Der im Vorfeld hoch gehandelte Russe Sergej Lasarew (Sergey Lazarev) reihte sich mit 491 Punkten relativ nah auf Platz 3 ein. Eine Überraschung ist der vierte Platz für die Bulgarin Poli Genova (307 Punkte) und den schwedischen Popsong "If I Were Sorry" von Frans (261 Punkte).

Zoe mit "Publikumsjoker"
Österreichs Kandidatin Zoe konnte sich mit 120 Punkten beim Publikum mit einem hervorragenden achten Platz durchsetzen. Da die internationalen Fachjurys die 19-Jährige mit "Loin D'Ici" allerdings nur mit 31 Punkten bedachten und ihre damit Platz 24 von 26 Nationen bescherten, stand am Ende Platz 13 mit 151 Punkten.

Zoes Auftritt beim Song Contest hier im Video:

Insgesamt zeigte sich beim Bewerb das Teilnehmerfeld heuer stilistisch breit aufgestellt - von der Countrynummer des Niederländer Douwe Bob, "Slow Down", über zahlreiche Powersongs wie demjenigen der Australierin Dami Im ("Sound Of Silence") bis hin zur klassischen ESC-Schmachtballade der Tschechin Gabriela Guncikova ("I Stand"). Österreich steuerte mit Zoe ein französisches Popchanson bei, Belgien durch Laura Tesoro und "What's The Pressure" Partyfunk. Ein verbindendes Element vieler Beiträge war dabei das Einflechten von Hip-Hop-Elementen zumindest im Bezug auf die Tanzbewegungen.

US-Gastauftritt von Justin Timberlake
Der eigentliche Knaller war aber der Auftritt von Superstar Justin Timberlake mit seiner neuen Nummer "Can't Stop The Feeling". "Ich bin selbst nervös", zeigte sich der Sänger vor seinem Auftritt mit Understatement. Dann verstieß der 35-Jährige bei seinem Pauseneinsatz aber klar gegen die ESC-Regeln und hatte anstelle der erlaubten sechs ganze 20 Bandmitglieder auf der Bühne. Zugleich wäre mit dem aktuellen Song bei einem theoretischen ESC-Antritt für die USA, wo der Song Contest heuer erstmals live übertragen wurde, wohl auch nicht mehr als ein solider Mittelplatz drin gewesen.

Die Song-Contest-Nacht im krone.at-Liveticker zum Nachlesen:

  • 0.35 Uhr: Der Sieger steht fest: Es ist die Ukraine. Österreich landet auf dem 13. Platz.

  • 0.30 Uhr: 120 Punkte bekommt Österreich im Televoting! Macht insgesamt 151 Punkte.
  • 0.25 Uhr: Australien wurde von den internationalen Fachjurys klar auf Platz 1 des Feldes beim Finale des Eurovision Song Contest 2016 gewählt - gefolgt von der Ukraine. Österreichs Vertreterin Zoe kommt zur Halbzeit nur auf Platz 24 von 26.
  • 0.16 Uhr: Australien führt bereits mit großem Vorsprung.
  • 0.13 Uhr: Fünf Punkte für uns von Belgien.
  • 0.10 Uhr:  Null Punkte von Deutschland für Zoe.
  • 0.04 Uhr: Acht Punkte auch von den Niederlanden.
  • 0.01 Uhr: Acht Punkte von Frankreich!
  • 0.00 Uhr: Noch einmal vier Punkte! Von der Schweiz! Australien führt im Voting.
  • 23.59 Uhr: Finnland gibt uns vier Punkte!
  • 23.55 Uhr: Österreich hat bisher zwei Jury-Punkte bekommen. Deutschland hat einen Punkt.
  • 23:52 Uhr: Österreich vergibt zwölf Punkte an Australien.
  • 23.50 Uhr: Während beim ORF auf Werbung geschalten war, bekamen die Zuschauer in Schweden übrigens Måns sexy Oberkörper und Moves zu sehen:  
  • 23.49 Uhr: Die Ländersprecher geben nun die 12-Punkte-Wertungen der Jurys bekannt, während die übrigen Punkte eingeblendet werden. In einem zweiten Durchgang verlesen dann die beiden Moderatoren Petra Mede und Mans Zelmerlöw die akkumulierten Zuschauerpunkte für die einzelnen Beiträge.
  • 23.44 Uhr: Die Leitungen sind geschlossen. Es kann nicht mehr gevotet werden.
  • 23.31 Uhr: Wo landet Zoe? Gleich die Entscheidung!
  • 23.12 Uhr: Justin Timberlake sorgt nun mit seiner neuen Nummer "Can't Stop The Feeling"  für die Pausenunterhaltung. Danach beginnt die Punktevergabe. Den Auftakt der insgesamt 42 abstimmenden Länder macht Österreich mit Kati Bellowitsch als Sprecherin der Jury.
  • 23.08 Uhr: Europe vote for Austria and Zoe!
  • 23.02 Uhr: "Europe start voting now!"

    Nun wird es für Zoe und die übrigen Kandidaten ernst. Gut 30 Minuten haben die Zuschauer nun Zeit unter 090105905 plus der Startnummer des Favoriten oder via der ESC-App abzustimmen - maximal 20 Mal am Stück und nicht für das eigene Land.

  • 22.57 Uhr: Als letzte Nummer hören wir Iveta Mukuchyan mit "LoveWave" aus Armenien.
  • 22:54 Uhr: Großbritannen hat zwei Bubis namens Joe und Jake geschickt, die sich bei einer Castingshow kennengelernt haben und nun "You're Not Alone" singen.

  • 22.50 Uhr: Zoe kann stolz auf sich sein. Mit strahlendem Lächeln hat die hübsche Wiener Sängerin die Globe Arena zum Beben gebracht. Ein wenig heiser vielleicht. Vom Publikum gab es jedenfalls viel Applaus und auch auf Twitter war der Jubel groß: "Omg das ist so süß, sie darf auch gewinnen", war da zu lesen. Oder auch: "Abba war mal. Jetzt Zoe."
  • 22.49 Uhr: ZOE!!!!!!
    Alles Gute, Zoe! Rock den Song Contest und hole mit deinem "Loin D'Ici" einen guten Platz! Wir drücken dir die Daumen!
  • 22.45 Uhr: Aus Georgien kommen Nika Kocharov und Georgian Lolitaz mit "Midnight Gold". Sie sind der letzte Beitrag, bevor endlich unsere Zoe die Bühne betritt!
  • 22.41 Uhr: Die Maltesin Ira Losco ist kein ESC-Neuling und legt schwanger mit "Walk On Water" eine starke Nummer aufs Parkett.
  • 22.36 Uhr: Die ukrainische Krimtatarin Jamala beklagt in ihrem Lied "1944" die Vertreibung ihrer Minderheit unter Josef Stalin.
  • 22.32 Uhr: Der 21-jährige Justs Sirmais braucht nur eine Lederjacke als einziges Bühnenelement bei seinem Song "Heartbeat", mit dem er Lettland vertritt.
  • 22.27 Uhr: Barai aus Spanien singt zum ersten Mal seit Spanien teilnimmt, nicht Spanisch. "Say Yay!" heißt ihr Song.
  • 22.24 Uhr: Der Wettquotensieger Sergey Lazarev aus Russland versucht, mit einer fulminanten LED-Show als Untermalung seines Songs "You Are The Only One" zu punkten. Mal schauen, ob das wirklich funktioniert.
  • 22.20 Uhr: Kroatien mit österreichischem Song
    Kroatien wird von Nina Kraljic vertreten. Hinter ihrem Beitrag "Lighthouse" steht das österreichische Komponistenduo Popmache. Das Outfit der Sängerin ist auf Twitter der Lacher: "Hat sich Kroatien die Requisiten aus SAW geliehen?" "Ist sie ein Transformer? 30kg Stoff haben sich gelohnt."
  • 22.16 Uhr: Der Litauer Donny Montell hat ESC-Erfahrung. 2012 trat er schon einmal an und wurde Vierzehnter. Ob er mit "I've Been Waiting For This Night" den Sieg erringen wird, ist zu bezweifeln. Noch sieben Teilnehmer bis Zoe!
  • 22.12 Uhr: Serbiens Sanja Vucic singt in ihrem Song "Goodbye (Shelter)" über die Gewalt an Frauen.
  • 22.07 Uhr: Zypern ist dran. Minus One heißt die Band und der Song "Alter Ego".
  • 22.03 Uhr: Australien zählt zu den Favoriten. Dami im singt für das Land, das zum zweiten Mal dabei ist, den Song "Sound of Silence". Sollte sie gewinnen, findet der nächste Song Contest aber trotzdem in einem europäischen Land statt.
  • 21.57 Uhr: Polens Vertreter Michal Szpak schmachtet als androgyner Jesus durch seine melancholische Liebesballade "Colour Of Your Life".
  • 21.53 Uhr: Frankreichs Amir ist ein israelisch-französischer Sänger - und Zahnarzt. Sein Song "J'ai Cherche" enthält englische Passagen.
  • 21.50 Uhr: Jamie-Lee from Germany ist "eine Deutsche im Körper einer Japanerin" (Andi Knoll). Im Mangaoutfit und zig gewöhnungsbedürftigen Schleifchen im Haar singt sie "Ghost". Noch knapp eine Stunde bis zum Auftritt unserer Zoe im zauberhaften Elfenkleid.
  • 21.44 Uhr: Er könnte möglicherweise den siebenten Sieg für Schweden einfahren: Der erst 17-jährige Frans mit dem klassischen Popsong "If I Were Sorry".
  • 21.40 Uhr: Bulgarien mit Nummer eines Österreichers
    Poli Genova aus Bulgarien legt mit "If Love Was a Crime" eine waschechte Disconummer hin. Komponiert hat den Song der Tiroler Sebastian Arman.
  • 21.36 Uhr: Israels Hovi Star geht mit dem Song "Made Of Stars", auffälliger Haartolle und schwarzem Eyeliner ins Finale. Auf Twitter wird er mit "Edward mit den Scherenhänden" verglichen.
  • 21:34 Uhr: Aber noch einmal zurück zu Freddie, der ist schon das "Schnittchen" vom diesjährigen ESC.
  • 21:30 Uhr: Bella Italia wird von Francesca Michielin vertreten. Sie singt die bezaubernde Ballade "No Degree Of Separation".
  • 21:27 Uhr: Posterboy Freddie aus Ungarn lässt die Mädelsherzen hüpfen. Er ist Jeansmodel und singt für Ungarn den Song "Pioneer".
  • 21:24 Uhr: Aserbaidschan ist dran. Die 20-jährige Sängerin Samra singt einen Song mit dem Titel "Miracle". Ihr Outfit erinnert an Jennifer Lopez. Aber für Arme...
  • 21.23 Uhr: Auf Twitter ist Douwe Bob schon der Hit! "Perfekter Schwiegersohn", schreibt da jemand.
  • 21.20 Uhr: Jetzt kommt der coole  Countrykandidat Douwe Bob aus den Niederlanden mit "Slow Down".
  • 21.16 Uhr: Zum ersten Mal fürs Finale qualifiziert hat sich Tschechien.

    Gabriela Guncikova tritt mit "I Stand" an, einer langsamen Ballade.

  • 21.13 Uhr: Die Belgierin Laura Tesoro legt los. Ihr "What's The Pressure" versprüht gute Laune, ungeachtet seines Beginns a la "Another One Bites The Dust".

  • 21.07 Uhr: Beim Jubiläums-ESC in Wien hatte im Vorjahr Mans Zelmerlöw mit seinem "Heroes" den Sieg nach Schweden geholt. Heuer führt er mit Komikerin Petra Mede als Moderatorenduo durch die Megashow.

  • 21.02 Uhr: Der Einmarsch der Teilnehmer wird von einer verrückten Modeschau begleitet. Insgesamt 26 Länder treten um die europäische Gesangskrone gegeneinander an. Mit alljährlich über 120 Millionen Fernsehzuschauern ist es der größte Musikwettbewerb der Welt.

  • 21.00 Uhr: Die Eurovisionshymne läutet den 61. Song Contest ein. Es geht los. Das Publikum jubelt. Zoe betet offenbar. Und wir drücken die Daumen!
  • 20.39 Uhr: Bevor es um 21 Uhr los geht, haben wir hier für Sie eine Infografik mit allem Wissenswerten über den ESC und Österreich beim Eurovision Song Contest.
  • 20.35 Uhr: Videogrüße von Zoe
    Kurz vorm Finale hat Zoe per Video Grüße und "Bisous" ("Küsschen") aus Stockholm geschickt und darum gebeten, für sie zu voten. Wir hoffen, die interationalen Fans kommen dieser Bitte zahlreich nach!
  • 20.34 Uhr: Zoe, die "Prinzessin vom Song Contest" wie sie die Medien bereits nennen, geht mit der Startnummer 24, also als Drittletzte ins Rennen.
  • 20.33 Uhr: Herzlich willkommen zum Liveticker auf krone.at. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen einen spannenden Song-Contest-Abend zu erleben. Unserer Kandidatin drücken wir die Daumen: Zoe, du schaffst das!
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