Do, 14. Dezember 2017

ASKÖ

12.05.2016 19:33

Ärger um Luxus-Mobil

Besonders die Geldflüsse rund um ein Luxus-Wohnmobil sorgten für Stirnrunzeln bei den Politikern: Am Mittwoch präsentierte der Leiter des städtischen Kontrollamtes, Dr. Maximilian Tischler, im Verfassungs- und Verwaltungsausschuss im Landtag brisante Ergebnisse der Finanzprüfungen. Möglich gemacht hat das seine offizielle Entbindung von der Schweigepflicht.

Im Mittelpunkt stand aber ausnahmsweise nicht der Sportbauernhof (Verfahren läuft am Landesgericht, es gilt die Unschuldsvermutung), weil da keine Fördergelder der Stadt geflossen sind. Dafür stießen die Vorgänge um ein Luxus-Wohnmobil auf Interesse bei den Ausschussmitgliedern. Laut den Schilderungen hat es damit Folgendes auf sich: Von September 2008 bis Dezember 2010 hat der ASV ein Wohnmobil der Marke Hymer (Wert: 79.050 €) angemeldet, über das ein Leasing-Vertrag auf unbestimmte Zeit abgeschlossen wurde. Die Höhe der ersten Rate: 1158,39 Euro. Pikant: Kurz nach Beginn der ASKÖ-Prüfung Ende 2010 wurde der Leasing-Vertrag plötzlich gekündigt.

Wohnmobil privat auf Ex-Präsident angemeldet
Zeitgleich wurde das Fahrzeug abgemeldet und dann privat auf den damaligen Präsidenten zugelassen. "Ich frage mich, wer das Fahrzeug in all den Jahren benutzt hat", so der Abgeordnete Otto Konrad. Die Antwort musste man ihm schuldig bleiben, die Vorgänge rund um das Wohnmobil konnten bislang nicht restlos geklärt werden.

Fest steht: Insgesamt zahlte der ASV für Leasingraten und Versicherungen rund 40.000 Euro. Und auf noch eine Ungereimtheit ist das Kontrollamt gestoßen: In der Gewinn- und Verlustrechnung tauchen diese Posten gar nicht auf, weil das Konto, über das der Zahlungsverkehr abgewickelt wurde, nicht in die Buchhaltung aufgenommen wurde. Der Ausschuss befasste sich zudem mit dem Subventionsbericht. Der Abgeordnete Konrad, Ex-Profi-Sportler, wundert sich: "Mir fällt bei der Durchsicht der Unterlagen auf, dass nicht ersichtlich wird, wie die Fördergelder verwendet wurden. Das ist in Sportvereinen nicht üblich."

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