Di, 12. Dezember 2017

Schwarzer im TV:

13.05.2016 06:08

"Der Islamismus ist der Faschismus unserer Zeit"

Spätestens seit den massiven Sex-Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln wächst der Unmut über die aktuelle Integrationspolitik in Deutschland. Die streitbare Frauenrechtlerin Alice Schwarzer äußerte sich wiederholt negativ und warnte vor den Auswirkungen einer "falschen Toleranz": "Der Islamismus ist der Faschismus unserer Zeit", sagte die 73-Jährige nun in der ARD-Talksendung von Sandra Maischberger. Für Schwarzer gibt es in der muslimischen Welt einen traditionellen, eingefleischten Sexismus, den man in Deutschland so nicht hinnehmen könne.

Die Diskussion am Mittwochabend stand unter dem Titel "Mann, Muslim, Macho: Was hat das mit dem Islam zu tun?" Die Horror-Silvesternacht von Köln bremste laut Schwarzer die "unkritische Willkommenseuphorie der Multikulti-Fraktion" nachhaltig aus. In Köln sei es ihr zufolge nicht um sexuelle Frustration, sondern um "Frauenklatschen", um eine "Machtdemonstration gleichgesinnter Männer" gegangen.

Bereits im Jänner sprach Schwarzer - ihr Buch "DER SCHOCK - die Silvesternacht von Köln" (KiWi, 7,99 Euro) ist seit 12.5. im Handel erhältlich - im "Krone"-Interview von einer gescheiterten Integrationspolitik und warnte vor der Macht des Islamismus. "Wir wollen zum Schutz nicht unter die Burka schlüpfen", sagte Schwarzer damals.

"Islamismuskritik überfällig und nötig"
In der aktuellen TV-Runde verglich sie die Übergriffe mit jenen während der Revolution in Ägypten auf dem Tahrirplatz. "In Köln haben die Täter nicht gefummelt sondern den Frauen die Faust zwischen die Beine gestoßen", schilderte Schwarzer die "Macho-Machtdemonstration". Für sie ist daher eine Kritik des Islamismus "überfällig und nötig".

ARD-Korrespondent: "Versagen der Integrationspolitik"
Unterstützung erhielt sie von Ex-ARD-Korrespondent Samuel Schirmbeck, der Islamismus in nordafrikanischen Ländern selbst über zehn Jahre lang erlebt hat. "Frauen können sich dort verschleiern und dennoch reiben sich die Typen im Bus an denen." Das kulturelle Umfeld erleichtere den Männern dieses Vorgehen. "Und dieses Verhalten wollen sie nun auch in Deutschland 1:1 an den Tag legen. Man muss sagen, dass hier die Integrationspolitik völlig versagt hat. Integrationskurse haben keinen Erfolg gebracht."

Die Kritik anderer Diskussionsteilnehmer, wonach man nicht alle Muslime in einen Topf werfen dürfe und dass der Islam nicht politisch sei, konterte Schirmbeck wie folgt: "Den nichtpolitischen Islam gibt es nicht. Der Islam ist immer politisch. Sobald er aus der Moschee kommt, versucht er, die Gesellschaft radikal zu verändern."

Grünen-Bundesvorsitzende Simone Peter warnte in der Sendung davor, zu Zeiten hochexplosiver politischer Debatten solche Fakten "den Falschen in die Hände zu spielen". Das sei "Schwarz-Weiß-Denken", das dem Thema nicht gerecht werde. "Das ist nur Wasser auf die Mühlen rechtsradikaler Hetzer", so Peter.

"Unterschiede zwischen Rüpel und muslimischem Rüpel"
Auch Murat Kayman, der Vorstand des Islam-Dachverbands Ditib in Deutschland, musste in der Sendung schnell das Bild seiner Glaubensgemeinschaft zurechtrücken. "Man muss Rüpel von muslimischen Rüpeln unterscheiden." Religion sei nicht der Auslöser für ein Verhalten wie in der Kölner Silvesternacht. In seiner Gemeinschaft seien alle Muslime schon lange und gut integriert.

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