Mo, 20. November 2017

Keine Genehmigung

10.05.2016 21:29

„Altstadt-Veto“ für Ticketautomaten bleibt noch

Es ist praktisch und spart wertvolle Zeit: Für Fahrgäste des Stadtbus sind die neuen Ticketautomaten samt Zeitanzeige ein Segen. 25 wurden im Stadtgebiet schon montiert. Bei drei besonders frequentierten Haltestellen legen Altstadtschützer aber schon seit Monaten ihr Veto ein. Sie fordern ein "stimmiges Ensemble."

Die erste Bilanz ist erfolgversprechend: Mit Jahresbeginn gingen die Fahrkartenautomaten in Betrieb. "Rund 15.000 Tickets werden im Monat gekauft", freut sich Verkehrs-Direktor Peter Brandl, dass der Service gut ankommt. Auffällig: Rund ein Viertel zahlt den Fahrschein schon bargeldlos. Die bessere Wahl am Automaten, weil Barzahler kein Wechselgeld zurückbekommen. Und die Busse werden durch den Zusatz-Service pünktlicher: Bei der Haltestelle Flughafen, wo auch viele Urlauber zusteigen, verringerte sich die durchschnittliche Haltezeit von 7 bis 19 Uhr um bis zu einer Minute. Das spart am Weg durch die Stauzonen der Stadt wertvolle Zeit

Automaten-Verbot an drei Haltestellen
Trotz der vielen positiven Effekte kommt es in der Altstadt aber weiterhin zu Verzögerungen: Die Automaten für die Haltestellen Theatergasse, Rathaus und auch Künstlerhaus liegen weiterhin im Keller. "Die Ticketautomaten sind doch eine Win-Win-Geschichte: Die Busfahrer verlieren keine Zeit und die Gäste kommen pünktlicher an ihr Ziel. Warum der Altstadtschutz da noch immer das Aufstellen der modernen Geräte blockiert, ist mir ein Rätsel", kann VP-Gemeinderat Franz Wolf darüber nur den Kopf schütteln. Die Altstadtschützer sehen weniger den Service im Vordergrund, sondern das stimmige Flair in Gefahr. Sie kritisieren vor allem, dass zu viele verschiedene Elemente aufgestellt werden sollen, was das Stadtbild störe…

Padutsch lässt Projekt umplanen
Seiten Monaten hängt das Projekt jetzt schon in der Warteschleife. Stadtrat Johann Padutsch wünscht sich ein kompakteres Erscheinungsbild: "Wir haben eine Umplanung gefordert und seither nichts mehr gehört." Salzburg AG und Werbewirtschaft planen das Konzept jetzt um. Automaten, Zeitanzeige und Wartehäuschen sollen anders angeordnet werden. "Wir hoffen sehr, dass es bald zu einer Einigung kommt", ist Stadtbus-Chef Brandl optimistisch. Neben den drei "Problem-Zonen" - hier steigen nach dem Spitzenreiter Hanuschplatz die meisten Gäste zu - fehlen noch an der Sterneck-Kreuzung und in der Turnerstraße (Gnigl) Automaten. Dort mangelt es noch an der Stromversorgung.

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