Di, 21. November 2017

Schlepper gefasst

10.05.2016 21:59

Mazedonien: Dutzende Migranten aus Lkw befreit

Die mazedonische Polizei hat am Dienstag einen Lastwagen gestoppt, in dem 69 Flüchtlinge versteckt waren. Die Insassen kamen aus Syrien, dem Irak, Afghanistan und Pakistan und wollten weiter in die EU, teilte das mazedonische Innenministerium mit.

Polizeiangaben zufolge waren sie auf dem Weg von der mazedonischen Ortschaft Gevgelija an der Grenze zu Griechenland in die Hauptstadt Skopje. Gevgelija liegt in der Nähe des improvisierten Flüchtlingslagers im griechischen Idomeni, wo nach Behördenangaben aktuell immer noch knapp 10.000 Flüchtlinge ausharren.

Von den am Dienstag in dem Lastwagen entdeckten Flüchtlingen werden die meisten nach Griechenland zurückgebracht, nur sechs von ihnen wurden in einem Aufnahmelager in Mazedonien untergebracht.

Grenzschließung verhindert Schlepperei nicht
Die Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien ist seit Februar gesperrt - und damit auch die Balkanroute, die seit dem Sommer 2015 von Hunderttausenden Flüchtlingen auf ihrem Weg nach Westeuropa genutzt worden war. Dennoch versuchen weiterhin täglich viele Flüchtlinge, in Autos oder Lastwagen über die Balkanländer weiterzukommen. In Mazedonien, aber auch in Serbien werden regelmäßig Gruppen von Flüchtlingen aufgespürt, die örtliche Schlepper bezahlen, um auf anderen Wegen nach Westeuropa zu gelangen.

Flüchtlingsboot auf dem Weg nach Schweden gekentert
Aber auch Migranten, die es bis nach Deutschland geschafft haben, versuchen immer wieder, weiter über Dänemark nach Schweden zu gelangen. So wurde am Dienstag bekannt, dass vier Flüchtlinge am Montag aus Dänemark über das Meer nach Schweden reisen wollten. Ihr Boot sei aber gekentert, teilte die Polizei mit. Danach seien sie zu den nächstgelegenen Inseln geschwommen, da sie vermuteten, sie wären bereits auf schwedischem Gebiet.

Zwei von ihnen seien auf der dänischen Insel Saltholm angekommen und hätten Bewohnern erzählt, sie würden gerne Asyl beantragen, so die Polizei weiter. Die anderen beiden hätten versucht, weiter zur Nachbarinsel Peberholm zu schwimmen. Einer habe die Insel erreicht, der andere habe mit einem Hubschrauber aus dem Wasser geborgen werden müssen. Wegen starker Unterkühlung wurden zwei der Männer ins Krankenhaus gebracht. Eine Person befand sich am Dienstag noch auf der Intensivstation.

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