Fr, 24. November 2017

Überfall im Pongau

10.05.2016 10:24

33-jähriger Pannenfahrer in Stützpunkt gefesselt

Ein wahres Martyrium erlebte ein Pannenfahrer (33) im ARBÖ-Stützpunkt Bischofshofen: Der Mitarbeiter - er schlief im Bereitschaftsraum - wurde in der Nacht auf Montag durch Geräusche wach. Im Stiegenhaus überwältigen ihn schließlich zwei Vermummte, schlugen zu, forderten den Tresorschlüssel und fesselten ihr Opfer.

Viele Stunden musste der Pannenfahrer gefesselt am Stiegengeländer ausharren: Um sieben Uhr früh kam ein Kollege in den Dienst und befreite ihn. Die Kabelbinder hatten sich so tief in die Haut gegraben, dass seine Hände ganz blau waren. Rückblende in eine Nacht mit dramatischen Ereignissen: Der Mitarbeiter legte sich gegen ein Uhr früh im Bereitschaftsraum im Keller des Gebäudes schlafen. "Wir handhaben die Nachtdienste unterschiedlich", heißt es beim ARBÖ. Wer nicht vor Ort wohnt, kann die Schlafgelegenheit direkt in der Dienststelle nutzen. Damit dürften die beiden Räuber nicht gerechnet haben...

Duo räumte Tresor und Handkassen leer
Das Duo verschaffte sich Zutritt ins Gebäude und weckte damit den Mitarbeiter. Als plötzlich der 33-Jährige vor den Tätern stand, schlugen sie ihm mehrmals mit einem harten Gegenstand auf den Kopf und drängten ihn zurück Richtung Keller. Dann forderten sie in gebrochenen Deutsch: "Schlüssel, Schlüssel!" So vehement, dass das Opfer keinen anderen Ausweg mehr sah. Die Täter räumten den Tresor und auch mehrere Handkassen leer. Ihr Opfer fesselten sie noch am Stiegengeländer und ergriffen die Flucht.

ARBÖ-Team steht unter Schock
Ein ARBÖ-Prüfzentrum war noch nie Ziel einer körperlichen Attacke durch Räuber. "Eine traurige Premiere", ist auch Sprecherin Renate Eschenlohr betroffen und sie spricht damit für das ganze Team. Der Pannenfahrer wurde schon wieder aus dem Spital entlassen, leidet aber unter einem schweren Schock: "Er ist schon seit Jahren bei uns, ein überaus beliebter Mitarbeiter, der sich auch in der Gegend gut auskennt", betont sie und wünscht jetzt eine rasche Genesung. Auch ARBÖ-Präsident Manfred Gruber besuchte das Team am Tag danach: "Wir sind alle sehr betroffen und überrascht. So etwas gab es in der Form noch nie." Und er wundert sich über das Duo: "Bei unseren Prüfzentren ist nicht viel zu holen." Einnahmen, wie kleinere Erträge aus dem Shop, werden regelmäßig zur Bank gebracht. Auch Vignetten werden nicht in größeren Mengen gelagert. Spuren wurden gesichert. Das Landeskriminalamt ermittelt. Und in der ARBÖ-Chefetage überlegt man für die sechs Salzburger Niederlassungen schärfere Vorkehrungen. Gruber: "Bewegungsmelder, LED-Lampen, Alarmanlagen Die Sicherheit geht vor."

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