Fr, 24. November 2017

Auf Gang gelegen

05.05.2016 19:00

Patientin schildert Horrornacht in Wiener Spital

Nicht die Ausnahme sondern eher schon die Regel sind Gangbetten in Wiens Spitälern: Nach dem Hilfeschrei der Gewerkschaft im Wilhelminenspital schlägt nun auch eine Patientin des Donauspitals auf Facebook Alarm: "Station 41. 7 Gangbetten. An Schlaf ist nicht zu denken." Kritik kommt von der Opposition.

Wegen einer Schnittwunde an der Hand musste Elisabeth K. auf der Unfallchirurgie im Donauspital im 22. Bezirk stationär aufgenommen werden. Dort traute sie ihren Augen nicht: "Aufgrund des Platzmangels wurde ich in ein Gangbett verfrachtet", schildert die Wienerin im Gespräch mit der "Krone". Gemeinsam mit sechs weiteren Patienten verbrachte sie die Nacht auf dem Flur.

"Das glaubt dir ja niemand. Deshalb habe ich ein Video gemacht." Die 55-Jährige stellte den kurzen Clip auf Facebook und ließ ihrem Ärger freien Lauf: "Grelles Licht, das Telefon läutet, ich friere, es zieht fürchterlich."

Wie berichtet, gründete der KAV vor einem Jahr eine Task Force, um das Problem mit den Gangbetten in den Griff zu bekommen. "Es ist die geheimste Abteilung im KAV. Niemand kennt sie", kritisiert Betriebsrat Günter Wukovits.

"Situation ist skandalös"
"In der Unfallchirurgie sind in der Nacht fallweise immer wieder Patienten leider auf dem Gang untergebracht. Für frisch Verunfallte ist es wichtig, dass sie auf der Station verbleiben, wo auch die Fachärzte vor Ort sind", heißt es beim KAV. "Diese Situation ist skandalös", kritisiert Stefan Gara von den NEOS. "Nicht akzeptabel", wettert die FPÖ. Die ÖVP fordert einen Runden Tisch.

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