Sa, 18. November 2017

Mit Klage abgeblitzt

02.05.2016 10:25

Jürgens-Erbstreit: Tochter kriegt „nur“ 8,2 Mio. €

Nach dem Tod von Udo Jürgens am 21. Dezember 2014 war ein erbitterter Erbstreit unter den Kindern des Entertainers ausgebrochen. In seinem Testament setzte der Sänger unter anderem seine Kinder John und Jenny als Haupterben ein - seine uneheliche Tochter Gloria Burda wurde als "Vermächtnisnehmerin" mit einem Pflichtteil bedacht. Weil die 21-Jährige damit nicht einverstanden war, reichte sie in der Schweiz Beschwerde ein. Jetzt blitzte Burda mit ihrer Klage vor dem Obergericht des Kantons Zürich ab.

Gloria Burda hat den Erbstreit also verloren, berichtet unter anderem die "Bild". Das Obergericht des Kantons Zürich wies demnach in zweiter Instanz alle Forderungen der 21-jährigen Tochter von Udo Jürgens zurück.

Diese Forderungen wollte Gloria Burda durchbringen

  • Burda wollte erreichen, dass Udo Jürgens' Rechtsanwalt Dr. Werner Weber und sein Bruder Manfred Bockelmann, die als Testamentsverwalter des Erbes eingesetzt wurden, abgesetzt werden. Weber sei laut Jürgens' unehelicher Tochter befangen, weil er auch den im Testament berücksichtigten Manager Freddy Burger vertrete, Bockelmann könne als Kunstmaler "aufgrund seiner Ausbildung" gar keine Kontrollfunktion wahrnehmen. Doch das Gericht glaubt nun, dass der Musiker den Interessenskonflikt bewusst in Kauf genommen habe.
  • Außerdem machte die uneheliche Tochter von Jürgens laut "Bild" geltend, ihr Vater habe für sie ein Bankkonto eingerichtet, dessen Saldo über mehr als 77.000 Euro ihr zustehe. Die Auszahlung sei allerdings nicht erfolgt. Das Gericht urteilte, dass das Geld aus privaten Gründen nicht überwiesen wurde und sah keinen Rechtsbruch.
  • Auch um das Motorboot im Wert von 455.000 Euro, das als Eigentum von Manfred Bockelmann angegeben wird, kämpfte Burda. Es sei nämlich auf Jürgens' Namen eingetragen, gehöre also in den Nachlass, so ihre Forderung. Da dem Gericht allerdings eine unterzeichnete Vereinbarung vorlag, wonach der Sänger das Boot per Juli 2013 seinem Bruder "schenkt", hatte die 21-Jährige auch mit dieser Forderung keine Chance.

Gloria Burda kriegt Pflichtanteil von 8,2 Millionen Euro
Gloria Burda muss sich nach der Niederlage vor Gericht nun mit ihrem Pflichtanteil begnügen. Dieser beträgt 8,2 Millionen Euro (plus 1,6 Prozent "Draufgabe"), da laut Gerichtsurteil Jürgens' Vermögen 52 Millionen Euro zuzüglich der Rechte an seinen Songs betrug. Die Gerichtskosten, die laut "Bild" 26.135 Euro betragen, sowie die Entschädigung an Jürgens' Anwalt in der Höhe von 35.500 Euro und an Manfred Bockelmann in der Höhe von 1820 Euro muss nun Gloria Burda tragen.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Für den Newsletter anmelden