So, 17. Dezember 2017

Mehr Polizeistreifen

30.04.2016 21:06

Dealer in allen Parks der Stadt

Drogenalarm in den Grünoasen in Salzburg: Gedealt wird jetzt nicht mehr nur im Lehener, sondern in allen Parks der Stadt.

So werden etwa im Dr.-Hans-Lechner-Park bei der Salzburg AG in Schallmoos am hellichten Tag, nur wenige Meter vom Kinderspielplatz entfernt, Säckchen mit Cannabis, Heroin, Kokain und Ecstasy gegen Bargeld "getauscht". Besorgte Eltern haben sich deswegen bereits mehrmals beschwert.

Viele Afghanen sind unter den Dealern
Unter den Dealern sind auffallend viele Afghanen. Sie haben noch gute Kontakte in ihre Heimat und zu Landsmännern, welche Drogen beschaffen. Eine Flüchtlingsunterkunft befindet sich ganz in der Nähe des Parks, der vor allem auch wegen der Nähe zum Bahnhof als Umschlagplatz sehr gefragt ist. Am Bahnhof selbst wird nach wie vor gedealt. Weil sich dort aber seit der Flüchtlingskrise viele Polizisten aufhalten, wird zum Teil ausgewichen. Der Exekutive sind die größten Umschlagplätze natürlich bekannt. Sie ermittelt in der Szene und schickt auch vermehrt Streifen an diesen Plätzen vorbei. Obwohl dem Landeskriminalamt in jüngster Zeit gleich mehrere Schläge gegen die Drogenszene gelungen sind, lässt der Handel nicht nach. Denn kaum wird ein Dealer verhaftet, übernimmt schon der nächste. Solange der Bedarf da ist, wird natürlich auch für Nachschub gesorgt.

Erst in der Nacht zum Samstag bot ein Asylwerber (19) aus dem Irak am Salzachufer in der Altstadt Cannabis an. Als er schließlich zwei Salzburger ansprach und ihnen das Suchtgift zeigte, hielten ihn die Männer fest. Sie riefen sofort die Polizei. Als der Iraker die Beamten sah, warf er das Cannabis über die Böschung. Während die Polizisten seine Daten aufnahmen, ging der Asylwerber plötzlich mit den Fäusten auf die Zeugen los. Der Mann wurde schließlich festgenommen. Das Rauschgift fanden die Polizisten auch noch. Bereits am Freitag stellte die Polizei bei einem Serben, einem Iraker sowie einem Bulgaren Suchtgift sicher. Die Männer wurden alle drei bei Gericht angezeigt.

Der Lechner-Park als "Problemkind"
Zurück zum Lechner-Park: Dort gibt es neben den Dealern auch immer wieder Probleme mit randalierenden Jugendlichen, die nachts durch das Gelände ziehen. Und der Müll ist ebenso ein besonderes Ärgernis. Obwohl es genug Mistkübel gibt, wird alles ins Gras oder gar in den Brunnen der Salzburg AG geworfen. Es sind unzumutbare Zustände für die vielen Anrainer.

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