So, 27. Mai 2018

Schlag gegen Bande

29.04.2016 16:59

Kokain "gestreckt" und verkauft

Im Kampf gegen die Drogenszene ist Ermittlern des Kriminalreferats Villach ein großer Wurf gelungen: Neben einem slowenischen Drogenkurier und zwei in Villach lebenden "Drogenstreckern", konnten noch 30 weitere Dealer und Konsumenten ausgeforscht werden, die die florierenden "Koks"-Geschäfte am Laufen hielten.Die Drogenszene in Kärnten boomt.

Trauriger Beweis dafür sind sechs Drogentote, wir berichteten, die alleine in diesem Jahr zu beklagen sind. Umso wichtiger ist der neueste Schlag gegen ein Drogennetzwerk in Villach.

Die mehrköpfige Bande brachte vermutlich schon über einen längeren Zeitraum hochwertiges Kokain mit Hilfe von Kurieren von Slowenien und Bosnien nach Kärnten, um es von Villach aus auf den heimischen Markt zu bringen.

"Ein 34-jähriger Drogenkurier aus Slowenien wurde Anfang April in Villach bei einer Kokainübergabe geschnappt", erklärt Viola Trettenbrein vom Stadtpolizeikommando Villach. Das damals beschlagnahmte Kokain hatte einen Straßenverkaufswert von 7.000 Euro.

Das brachte die Beamten auf eine heiße Spur und kurz darauf klickten auch für zwei in Villach lebende bosnische Zwischenhändler (29 und 31 Jahre) die Handschellen.

Diese beiden übernahmen die "Koks"-Pakete und streckten und portionierten das reine Kokain für den Straßenverkauf in Kärnten. Nach weiteren vier Hausdurchsuchungen und intensiven Ermittlungen, konnten 30 weitere Zwischenhändler und Endkonsumenten ausgeforscht werden. Bisher konnten der Drogenbande Deals im Gesamtwert von 180.000 Euro nachgewiesen werden.

Die drei gefassten Haupttäter sind amtsbekannt und befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. Weitere Ermittlungen im Umfeld der Gruppe sind noch nicht abgeschlossen.

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