Di, 21. November 2017

Schließungen möglich

29.04.2016 16:55

Jetzt werden auch Wiens Islam-Schulen geprüft

Nach dem Wirbel um die islamischen Kindergärten in Wien - wir berichteten mehrmals - werden nun auch die Schulen genau ins Visier genommen. Eine entsprechende Kommission, bestehend aus Wissenschaftern, Bildungsexperten und Mitgliedern der Islamischen Glaubensgemeinschaft, hat bereits ihre Arbeit aufgenommen. Fällt das Zeugnis schlecht aus, reichen die Konsequenzen bis zur Schließung.

Einen konkreten Anlassfall für die Überprüfung gibt es nicht, jedoch waren einige islamische Schulen zuletzt wegen verschiedener Vorwürfe in den Fokus geraten. Einmal wegen angeblicher Judenhetze in Schulbüchern, ein anderes Mal, weil konservative Eltern den Musikunterricht boykottierten.

"Die Kommission stellt mit ihrer Arbeit sicher, dass wir klare einheitliche und gemeinsame Kriterien haben, was Kinder in Schulen in Österreich lernen", so Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ). Konkret geht es etwa um die pädagogischen Konzepte, die Unterrichtsmittel oder auch die Berücksichtigung von Gesellschafts- und Glaubensfragen.

Erste Überprüfungen im Juni
Noch im Juni soll die erste der 16 Schulen in Wien (in den anderen Bundesländern gibt es keine islamischen Schulen) unter die Lupe genommen werden. Die restlichen folgen dann nach den Sommerferien. Die Verantwortlichen kündigen schon jetzt harte Konsequenzen an: vom Verbot von einzelnen Büchern über die Entlassung von Pädagogen bis zum Entziehen des Öffentlichkeitsrechts oder auch der Schließung der Schule.

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